Ein paar weißblühende Wild- und Wiesenpflanzen, besonders die Doldenblütler (siehe Beschreibung und Vergleichstabelle) und ein paar Kreuzblütler, mit ihren teilweise sehr ähnlichen Blüten Blättern, sind untereinander leicht verwechselbar.

Darunter sind auch Pflanzen mit teilweise bedenklichen Inhaltsstoffen, die sich als Futter nicht eignen,
also Vorsicht!
 
Es gibt aber immer Details an jeder Pflanze, an denen man sie unterscheiden kann.
Diese Unterschiede sind oft nicht ganzjährig zu finden, eine Hilfe kann dann folgende meiner Seiten sein: auf dem ich die Pflanzen zu bestimmten Zeitpunkten zeige und wann was wächst.
Das bedeutet,das man evtl. nicht sofort pflücken und verfüttern kann, sondern das man warten sollte, bis ein Unterscheidungsdetail zum sicheren Bestimmen vorhanden ist, z.B. die Blüte, oder eine Frucht, die oft z.B. eine sichere Bestimmungshilfe bei den weißen Doldenblütlern ist.
 
Mit denen fange ich auf dieser Seite auch an. Auf dieser Seite findest du folgende Sortierung:
 
 
 




 
Doldenblütler  (weißblühend)
Blütenform Dolde:
1. 2.   3.  
1. Blütendolde vom Giersch             2. Blütendolde von einer Bibernelle     3. Schein-/ oder Trug-/doldenblütenform von einer Schafgarbe
 
Bei den Doldenblüten gehen die einzelnen Dolden alle an einem Stängel aus.
Bei den Scheindolden sieht es auf den ersten Blick auch so aus, von unten gesehen, sieht man aber, das vom Stängel aus, weitere Verzweigungen entstehen und die Blüten nicht in Dolden stehen.

Galerie der im Frühjahr blühenden weiß Doldenblütler- Blüten :  - folgt -

Galeire der im Sommer blühende weißen Doldenblütler- Blüten:

1 2






große Bibernelle


Giersch

Hundskanille mit den zur Bestimmung wichtigen Hüllblättchen unter der Blüte

Hundskamille


Schierling

kleine Schierlingsblüte

Schierling

Schierling

Traumel- Hecken-Kälberkropf
 

1 2

 

Vorweg eine Unterscheidungsübersicht, da ich nicht von allen Doldenblühlern Bilder habe, aber Verwechslungen schlimm enden können.

Verwechselbarkeit - Wichtig !


 
 

 in fettgedruckt die hauptsächliche Unterscheidungsmöglichkeit

  Geruch  und Standort Stängel Blätter Blüte

Hundspetersilie

siehe unten

knoblauchartig

60- 100 cm

 

Brachland, offenes Gehölz, Wegränder (oft in niedrigen Höhlenlagen)

rund, leicht kantig,

unbehaart

feingefurcht

grün, teilweise weinrot - bläulich bereift

hohl

ab März/April

wechselständig

dunkelgrün

2-(3-) fach gefiedert

in sich elliptisch gelappt

Blätteroberseite glänzend

bilden optisch ein Dreieck

 

ab Juni- Oktober

in breiten, leicht gewölbte  Dolden

Hüllchenblätter unter Einzeldolden

10-20 Hauptdoldenstrahlen

5 gleiche Kronblätter mit eingerollter Spitze

Frucht: oval -  eiförmig

zweiteilig, ca vier mm lang, gerippt

 

Schierling

 

siehe unten

mäuse-urin-ähnlich

---

Wegränder, Gräben,

Fluß- und Bachränder

hohl

kahl - nicht behaart;

gefurcht

blau- lila,

unten rötlich-braun

mit pflaumenartigem

Reif überzogen

ab April

3-fach gefiedert,

bzw. 2-4 fach gefiedert

in sich noch mal zahlreich gefiedert

bildet optisch ein Dreieck

weich

Blatt-Oberseite dunkelgrün - Unterseite graugrün

 

Juni- August

kleine 2mm mit 5 gleichen Kronblättern

10-20 Hauptdoldenstrahlen

 

unter den Blütendolden an der Verzweigung kleine Laubblätter

Frucht :ovalförmig

2tlg., 2,5-3,5 mm, unbehaart, gewellte Rippen

Wiesen- Bärenklau

siehe unten

- - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Riesenbärenklau

Herkulesstaude

intensiv

borstig, kantig

gefiedert und grob gezähnt

Bärentatzen-Form

- - - - - - - - - - - - - - - - - - -

kantiger gefiederte und größere Blätter

 

Juni - September

Früchte:

scheibenförmig, eher rund, flach

 

Taumel-/

Hecken - Kälberkropf

siehe unten

 unangehm

verwildertes Grasland, Gehölzrander, unter Hecken

60- 100 cm

behaart

rauh, rote - lila Flecken, bzw. im unteren Stängelbereich rot-lia verfärbt

einfach bis doppelt gefiedert

mit vielen, ovalen Einschnitten

dunkelgrün - rötlich gefärbt

offenscheidiger Blattstängel

der Hecken/-Taumel-/Kälberkropf hat weichere, rundere Blattform

 

 

Mai - Juni

kleine 2mm Blüten in breiten, zusammengesetzten Dolden

als Knospe hängend

 

weiß - blassrosa

10 - 15 Einzeldolden

Früchte: schmal-oval bis länglich. 2-teilig 5-7 cm  und gefurcht, laufen spitz zu

Wiesenkerbel

siehe unten

herb, möhrenähnlich oder anisähnlich

--

Grasland, Wiesen, Wegrand, Hecken, Gehölzränder

80- 150 cm

hohl

gefurcht

leicht behaart

hellgrün- dunkelgrün gestreift im unteren Bereich

 

 

ab Febr./März zu finden

2- 3 fach gefiedert

Blätter sind in sich noch zahlreich tief gezähnte, gefiederte Abschnitte

 

 

ab April - Juni,

duftend

4-15 Hauptdolden

Blüte besteht aus 5 Blüten(-Kron)-Blättern

Frucht: 2-tlg., 7-10 cm, schnabelffömig

Wilde Möhre

siehe unten

aromatisch

nach Möhre, Möhrengrün,

Petersilien-ähnlich

behaart ab März / April

Juni - Oktober

g

 

 
 
Versuch Abgrenzung Unterschiede
 
Februar - ist Wiesenkerbel der erste weiße Doldenblütler, der Laubblätter bildet
von März bis  Anfang Mai - ist Wiesenkerbel der erste weiße Doldenblütler der blüht
von März an findet man auch Laubblätter der wilden Möhre, knolligen Kärbel, Wiesenkümmel, Schierling, Bärenklau und vom Kälberkropf aber alle ohne Blüten, wobei der Wiesenkerbel schon groß ist und richtig viele Doldenblüten bildet und auch schon erste Früchte.
ab ca Ende Mai wird es schwieriger, da findet man jede Menge ähnlich gefiederter Blätter und da fangen dann auch die anderen weißen Doldenblültler an zu blühen
ab Mai : Bei Unsicherheiten dann lieber auf die Blüten warten, im Mai dann kann man zumindest die wilde Möhre gut unterscheiden
 
 
 

 
 
Hundspetersilie (Doldenblütler)
 
 
 

 

 

 
Stängel bereift, rund Blätter wechselständig, 2-3 fach gefiedert, Oberseite glänzend
 
 
 

 

 
Früchte - runde/ rundliche  Form
 
 
    
 Dolden-Blüte von unten - auf die Hüllchenblätter achten, bei geschlossener Blüte wirkt die Blüte sehr wilde-Möhren-blüten- ähnlich
 

 

 
 
 
Blüte: Juni - Sept./Oktober
Geruch beim Zerreiben der Blätter unangenehm, knoblauchähnlich
 
Inhaltsstoffe: giftiges Polyin (Aethusin, ähnlich zu dem giftigen Inhaltsstoff vom Wasserschierling), der giftighaltigste Teil ist der Wurzelstock. Das Gift löst Durchfall, Leibschmerzen,  Sehstörungen, erweitere Pupillen, Krämpfe bis hin zu Atemlähmung aus. Hundspeterslie gilt als "sehr giftig".
 
Verfütterbarkeit: 

 

 

gefleckter Schierling      (Doldenblütler) 
 
 
 
 
  
 
 
 
- Bilder aus dem Apothekergarten im Botanischen Garten - auf der Wiese noch nicht gefunden -
 
Info
Bei Verdacht auf Schierling, die Blätter zerreiben, .. sie riechen unangenehm, nach Mäuseunrin

Der Schierling ist ein weißer Doldenblütler, der eher in die Höhe wächst, als in die Breite.

Die Laubblätter vom Schierling sind sehr fein 2 - 3-fach gefiedert, ihre Oberseite ist gänzend- dunkelgrün, von unten sind sie graugrün.

Der Stängel ist hohl, fein gerillt und bläulich- lila bereift. Im unteren Bereich ist der Stängel borstig. 

Die weißen Doldenblüten haben 5 Blütenblätter.

Noch während der Blüte entstehen aus den verblühten Blüten Früchte, die oval, gekerbt und graugrün bis bräunlich sind.

 

Blütezeit: Juni - August

 
 
Inhaltsstoffe:  Alkaloide (!), (stark giftige, Coniin) Akaloidgehalt kurz vor der Reife ca. 2%, Früchte bis zu 3.5%, getrocknet 0,7% 
 
Verfütterbarkeit: 

 

Tiergiftig:  für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen,  Vögel und auch für Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen stark giftig.


enlightened noch nicht genau bestimmt:  

 

 

 

 

keine Hüllchenblätter unter der Blüte


 

Kälberkröpfe

Die Kälberköpfe sind eine ganze Pflanzengruppe unter den Doldenblütler.

Die einheimischen Arten sind

 

  • knolliger Kälberkropf: Blüte Juni -August, siehe unten
  • behaarter, Bach- Kälberkropf: Mai- Juni (!) Wiesenkerbel 

wächst eher auf Feuchtwiesen, an Wiesen- und Bachsäumen, an Ufern, ingesamt mag er luftfeuchte, lichte oder nur mäßig beschattete Standorte.

Der Blütestand wächst an einem langen 20 bis 120 cm, runden, glatt oder etwas gerillten, abstehend behaart und oben ästigen Stängel heraus, ähnlich aussehend wie beim Baldrian.

Die Blüten riechen unangenehm.

  • Hecken-/ Taumel-Kälberkropf: Blüte: Mai - Juli, siehe unten
  • Wild-Kälberkropf/ Wiesenkerbel: Blüte: April/Mai - Juni, siehe unten

 

Süddeutschland, Österreich:


  • Gewürz-Kälberkropf, Blüte: Juli- August, Blüte mit bewimperten Hüllblättchen
  • Goldkälberkropf: : Blüte Juni-August, mit doppeldoldigen Blütenständen

 

Wild-Kälberkropf / Wiesenkerbel    (Doldenblütler)

Wiesenkerbel ist eine 60-150 cm große, krautige Pflanze, die man gerade im Frühjahr viel auf Wiesen und an Wegrändern findet.

Die Laubblätter sind 15- 30 cm lang, 2-3-fach gefiedert und bilden eine Dreieck-Form.

Der Wiesenkerbel ist der frühereste Doldenblütler; die Laubblätter sind schon im frühen Frühjahr zu finden und er blüht schon ab April- Mai.

Findet man den vermehrt Wiesenkerbel auf einer Wiese, ist das ein Zeichen dafür, dass sie viel gedüngt wurde.

Die Blüten bestehen aus 8-15 Einzeldolden, eine Einzelblüte hat 5 Blütenblätter, aus den Blüten werden länglichen Früchte, die an der Oberfläche glatt und glänzend und ca 5 bis 10 mm lang sind.

Der Stängel ist hohl und gefurcht, das erkennt man gut an einem dickeren, unterem Teil des Stängels.

 

 

 

 

Blätterform: 
 

   

Stängel:

   

 

 

 

Inhaltsstoffe:  Glykoside (Apiin), Mineralstoffe (Magnesium), Spurenelemente, Eisen, Vitamine (Beta-Karotin, Vitamin C ), Cumarin, Bitterstoffe, ätherische Oele
 

Verfütterbarkeit: nicht in angewelktem Zustand

Verwechselbar: Doldenblütler (siehe Tabelle oben) 

 


 
(Taumel-) Hecken- Kälberkropf   (Doldenblütler) 

 

 
links - Blütendolde rechts - ausgeblühte Dolde mit Frucht

 

 
im Vergleich: links Wiesenkerbelblüte mit Blättern, rechts Taumel-Kälberkropf
 
  

 

   

 

 

gefleckter Stängel, weiche, gefiederte Blätterform 
 

 

Stängel unten mit Borstenhaaren, Blätterform 

 

 
abgerundete, weiche, gefiederte Blattform

 

 

 

  
Traumel-Hecken-Kälberkropf- Laubblatt von oben und auf dem rechten Bild von unten

 

Inhaltsstoffe:

des Goldfruchtigen und Taumelkälberkropf:  Polyins, Falcarinon, evtl. auch das Alkaloid Chaerophyllin

 

Verfütterbarkeit: 

Tiere, die den Kälberkropf fressen, taumeln und haben Lähmungserscheinungen. Die Giftreaktion mit dem enthaltenen Polyinen in Zusammenhang gebracht.

 

 


 

knolliger  Kälberkropf / Kerbelrübe  (Doldenblütler)

Knollenkerbel, Rübenkerbel, Knolliger Kerbel, Rüben-Kälberkropf, Erdkastanie

 


 

 

 
 


   

 

 
 
 
 

Der knollige Kälberkropf oder Knollenkerbel ist eine zweijährige Pflanze mit einem behaarten Stängel.

Wenn er ausgewachsen ist, ist in Bodennähe ist der Stängel borstig behaart, oben weiter rotgefleckt, kahl, meist bläulich-lila bereift, an den Blattscheiden sind Knoten verdickt.

 

 

Die Laubblätter sind zwei- bis vierfach gefiedert, unten gestielt und von unten auf den Nerven behaart.

Die oberen sind feiner als die unteren Laubblätter.

Die Blüte entsteht im zweiten Jahr. Blütezeit ist von Juni bis August.

Die Blütendolden haben ungleich lange Strahlen.

Die Hüllblättchen sind fein und ungleich lang. Die Frucht ist schmal, die heimische Art hat eine weißfleischiger knollige Wurzel, die als Gemüse verwendet werden kann.

Inhaltsstoffe: 

Knolle: sehr stärke- und eiweißhaltig, Zucker

Blätter: ?

Verfütterbarkeit: ? warscheinlich (wegen Gemüseverwendung) :


wilde Möhre (Doldenblütler)
 

links :Blüten in drei Stufen, geschlossen, halb offen und geöffnet
 
 
 
Pflanze bildet Grundblätter
 

 
Pflanzen mit noch nicht geöffneter Blüte

 

Die wilde Möhre steht oft am Wiesenrand und ist ein Doldenblütler und damit leicht mit anderen Doldenblütlern verwechselbar, wenn man nur auf die Blüte guckt.

Die Blüten findet man von Mai bis September, sie sieht aber nur im geöffneten Zustand von oben gesehen anderen Blüten von Doldenblütlern ähnlich.
Eine Unterscheidung ist bei Blüte der wilden Möhre in der Blütenmitte ein sogenanntes "Scheininsekt"; einem schwarzen bis rötlichen Punkt.

 

Scheininsekt in der Blütenmitte
 

 

Die Stängel sind behaart, die feinen Laubblätter sind dem Grün von unseren kultivierten Möhren sehr ähnlich, sie riechen auch so.
Die Wurzel von der wilden Möhre ist aber weißlich und nicht gelb oder gelb-orange, wie bei unseren kultivierten Möhren.

Die Blütendolde steht in einer nest-ähnlichen Form, sie erinnert mich, wenn sie in typsicher Art eingerollt ist, an eine Oma-Perücke.
 
 

Vergleich der getr. Samenstände von (v.links) Bärenklau, wilden Möhre, Rainfarn
 
Samen in eingetrockneter Blüte
 

 

Verfütterbarkeit: -
- hoher Caliziumwert, daher bei Harnwegsprobleme besser nicht verfüttern oder nur ganz selten in kleinen Mengen

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Vitamine (A, B1, B2 und c)

 


 
Klettenkerbel      ( Doldenblütler)

 

Blüte und Frucht
 
Unterscheidung durch die klettigen Früchte
 
Blattform
 
Grundstängel
 
 
Verfütterbarkeit:
 

 Wiesenkümmel     (Doldenblütler)

 

 

Kümmel findet man in Gärten, als Kräutergewächs und an Wiesenränder und auf Wiesen als Wiesenkümmel.

Ausgewachsel wird der Kümmel ca 30-60 cm, auf guten Boden auch schon mal ca 1 meter. Die Laubblätter sind kahl, weitverzweigt und zwei- bis dreifach gefiedert. Der Kerbel bildet  5 bis 15 weiß- rosa, rosa-rötliche Blütendolden aus, eine Dolde mit 8 bis 16 Strahlen. Hüllblätter unter der Blüte sind nicht oder nur selten zwei vorhanden.  Der Samen ist eine sichelförmige Spaltfrucht, ist 3 - 7 Millimeter lang und 0,7 bis 1,2 Millimeter breit, oval, kahl.  An der Außenseite ist der Samen braun, an der Innenseite hellbraun bis gelblich gefärbt und an beiden Ende spitz. Kümmelsamen duften aromatisch, wenn sie zerrieben werden. Kümmel entwickelt eine rübenähnliche Wurzel.

Laubblätterbildung: frühes Frühjahr

Blüte : Mai - Juni

Samenreife: Juni-August

Inhaltstoffe: ätherisches Öl (Carvon, Limon) Fettsäuren, Gerbstoffe, viel Vitamin-C

Verwechselbar: Hundspetersilie, Schierling und andere Doldenblütler

Verfütterbarkeit:

 

 

 

 

kleine Bibernelle    (Doldenblütler)

 

 

kleine Bibernelle
 

Bibernellen-Blüte von hinten gesehen
 

 

 

 
Pflanze:  zarteste und unauffälligste Pflanze der weißblühenden Doldenblütlern, 5 - 60 cm groß
Standort:   Wiesenrand, dort wo sie geschützt stehend in der Nähe von Zäunen, Hecken, Gräben
 
Laubblätter:
Grundblätter:  einfach gefiedert, 
Ständerblätter: 3 - 4 Fiederpaare, rundlich- eiförmig, grob gezähnt
 
Stängel: rund, gerillt, kahl oder nur am Grund behaart, im oberen Bereich spreitenlose Blattscheiden

Blüten: weiße bis schwach- rosafarbene Doldenblüten, 8 - 15- strahlig, ohne Hülle, ohne Hüllchenblätter, die randlichen Kronblätter  nicht vergrößert, die Blüten- Kronblätter sind bewimpert.

Frucht: eiförmig und kahl

 
 
Blütezeit: Juni/Juli- Sept.


Verwechselbarkeit:
Von den Blüten her mit anderen Doldenblütlern, die Stängel sind aber unbehart zusammen mit den Blättern kann man sie dann gut unterscheiden.
Von der Blättern her ist sie ähnlich zu einer fingerkräuterartem Pflanze, evtl. auch mit Rainfarm und Madesüß, wobei bei den beiden Pflanzen aber wieder die Blüten ganz anders sind, außerdem zur Pastinake und zur Birte (dazu mehr unter der Seite : Blattformen) .

Vergleich wilde Möhre:

links 3 x Bibernelle-Blätter, rechts 2 x wilde Möhre
 
Form- und Größen Vergleich der Doldenblüten von der klieinen Bibernelle (li) und wilde Möhre (re)


Inhaltsstoffe: ätherische Oele, Sapine, leicht phototoxische Stoffe in geringen Mengen, Cumarine
Verfütterbarkeit: Nicht verfüttern bei Trächtigkeit und in der Stillzeit


Heilkunde: Wurzel wird zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, wirkt harntreibend und schleimlösend, daher auch gegen Husten, Brochitis und magenreinigend
 


große Bibernelle    (Doldenblütler)

 

 

 

 

 

 

Pflanze: 40 - 90 cm groß
 
Bei der großen Bibernelle sind die Blätter insgesamt schärfer gezähnt, als bei der kleinen Bibernelle,
 
Laubblätter:
Grundblätter:  länglich-eiförmig Form, gezähnt,oberseits glänzend
Stängelblätter:  den Grundblättern ähnlich in der Form, der Stängel hohl, unbehaart und typisch für die große Bibernelle kantig gefurcht.

Blüten: 10 - 15- strahlig in Dolden, Hülle und Hüllchenblätter fehlen.

Verfütterbarkeit: Nicht verfüttern bei Trächtigkeit und in der Stillzeit

Inhaltsstoffe: ätherische Oele, Sapine, leicht phototoxische Stoffe in geringen Mengen, Cumarine
Die Wurzel wird zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, wirkt harntreibend und schleimlösend, daher auch gegen Husten, Brochitis und magenreinigend


fremde Bibernelle    (Doldenblütler)

 

 

 

 

 

Bei der fremden Bibernelle sind die oberen Stängelblätter 2-fach gefiedert und haben lang- linealischen Abschnitte.

Die mittleren Stängelblätter sind einfach gefiedert mit rundlichen, am Grund herzförmigen Abschnitten, die Grundblätter sind eher gelblich, ungeteilt, herzförmig 
rundlich und am Rand eingeschnitten gesägt und zur Blütezeit oft schon an/vertrocknet.

 

 

  weitere Infos folgen


 

Anis   (Doldenblütler)

 

-noch ohne Bilder -

Eine weitere Pflanzen aus der Bibernellen-Gattung, innerhalb der weißen Doldenblütler, ist der Anis.

Anis ist eine Gewürzpflanze, man findet sie außer in Bauern- oder Kräutergärten, auch ausgewildert in der Nähe von Ansiedlungen, Holzabladeflächen und auf Brachflächen.

Der Anis ist eine krautige, 10–30 cm große Pflanze.

Der Stängel ist behaart, hohl, an den Knotenstellen findet man Zwischenwände. 

Die Grundlblatter ist scheidenartig, nierförmig gesägt - schwach eingeschnitten.

Die Stängelblätter stehen wechselständig und sind gestielt.

Zerreibt man ein Blatt, bemerkt man einen wohlriechenden Geruch.

Anis bildet weiße, strahlige Blumenkronen, mit 5 Blütenblätter, die an der Spitze eingekerbt sind.

Der Blütenstand besteht aus einer Doppeldolde, mit jeweils 7–15 Dolden.

Die Hauptdolde hat keine Hüllblätter

Die eiförmige Frucht ist an den Seiten abgeflacht, zweiteilig und deutlich gefurcht.

 

Blütezeit: Juni–August.

Verfütterung:

 

 

Wiesen-/ Bärenklau (Doldenblütler)



ganze Pflanze (ca. 1,50 mtr.) zwischen Brennesseln und Weidenröschen

Bärenklau, ca 2,2 mtr über großen Brennesseln

Bärenklau-Blüten reifen zu Samen
 
Bärenklau-Samenstand ganz nah
 
Blüten von großgewachenem Bärenklau im Spätsommer


Standort:  auf vielen Wiesen, Wiesenränder, Ackerrändern.

Blätter: ab Frühsommer entstehen die großen typischen Blätter,  bärentatzen-förmig gefiedert,  eckige, gezackte Blätter, ca 1, 50 m groß

 
typische Bärenklau(en)-Blattform, gewöhnlicher Wiesenbärenklau

 


typische Blattscheide-Form
Stängel markig und innen hohl

 
Die Wuchsform und die Blüte von Bärenklau und (Wald-) Engelswurz ist ähnlich, die Blätterform ist aber unterschiedlich.
 
Vergleich:
 
 
 
 
 
Verwechslung:
- von der Blüte her mit andere Doldenblütlern, Unterscheidung Blattform
- von der Pflanze her mit dem Riesen-Bärenklau (!)auch Herkulesstaude genannt und mit dem Engelswurz.
Riesenbärenklau: er wächst innerhalb weniger Wochen bis zu einer Höhe von 3-4 Metern heran, so groß wird der Wiesenblärenklau nicht. Daher eine noch unbekannte, noch unbestimmte Staude erst mal eine Weile beobachten und wenn sie nicht so groß wird, hat man eine Unterscheidung zur der giften Pflanze.
Nach der Blüte stirbt der Riesen-Bärenklau ab, kommt er nicht zur Blüte, wächst er weiter.
 

Inhaltsstoffe: viele ätherische Oel und u.a. Furocumarine (Doldenblütler-typisch)
Wirkungsweise der Furocumarine:
auf der Haut/ äußerlich: Furocumarine können eine phototoxische Wirkung haben = Hautirrationen, Blasenbildung bis hin zu Hautverletztungen besonders in Verbindung mit heller Haut und/oder bei Sonneneinstrahlung, wobei die phototoxische Wirkung auch teilweise anderen Doldenblütlern zugeschrieben wird.
in Bezug auf Verfütterung/ innerlich/ bei Verzehr:
- Furocumarine stehen in Verdacht bei der Krebsbildung beizutragen (DNA- Einlagerung)
- Schleimhaut-/irrationen bzw. /-entzündungen
 
Die meisten Furocumarine sind in den unreifen Früchten/ Blüten, also sollte man die Früchte/ Blüten entfernen, bwz. nicht mitsammeln, wenn man den Bärenklau verfüttern will.
 
 
 
Verfütterbarkeit: umstritten
junge Blätter sind relativ unbedenklicht:  -
 
Früchte und Blüten nicht verfüttern evtl. Langzeitnebenwirkungen
 
 
 
Es wird immer wieder beobachtet, dass gerade Kaninchen, die mit E.C. (E-cuniculi, Schiefkopfkrankheit) infiziert sind, bzw. akut unter einem Symtomschub leiden, Bärenklau gerne fressen und das sich dann die E.c. Symptome verbessern.
 
Wenn man genau schaut, sind bei den meisten Hinweisen, dass Bärenklau giftig sein soll, Hinweise, die sich auf die phototoxische Wirkung auf der Haut beziehen. Daher auch beim Pflücken vorsichtig sein. Allerdings passiert es bei vielen Pflanzen, dass sie als insgesamt giftig gelten, obwohl nur der Hautkontakt von bestimmten Pflanzenteilenteilen gemeint ist, oder nur die Früchte giftig sind, oder nur sehr große Mengen der Pflanze bei Verzehr. Das scheint auch beim Bärenklau so zu sein.
 
Tierheilkunde: kann Hautveränderungen bei besonders hellen Tieren, Tiere mit weißem Fell hervorrufen
gilt als Giftpflanze u.a. für Pferde, Esel, Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen.
 

 
 Riesen-Bärenklau / Herkulesstaude / Herkuleskraut     (Doldenblütler)
 
 

 

Achtung - Vorsicht!

Es gibt Menschen, die bei Hautkontakt sehr empfindlich reagieren.

Das gilt für Bärenklau, aber besonders für Riesen-Bärenklau.

Also, wer Bärenklau anfassen möchte, dies besser nicht bei intensiver Sonnenstrahlung tun, dann wirken die Furocumarine stärker auf der Haut.

 

Oder nur mit Handschuhen anfassen, oder vorsichtig ausprobieren. 

 

Auf den Bilder ist die Hand, als Größenvergleich, auch nur in der Nähe, aber nicht direkt an der Pflanze!

 

 
 
  
 
 
 
Blattform und siehe auch der geknickte lilafarbene, hohle Stängel links neben dem Blatt
 
großes vertrocknendes Blatt an abgebrochenem Stängel
 
borstiger Stängel und Blattform unten
 
 
 
 
 
 

Der Riesen-Bärenklau ist eine wirklich große Pflanze, sie erreicht oft eine Höhe von 2,5- 3,5 Metern.

Auf den ersten Blick sehen sich Wiesen-Bärenklau und Riesen-Bärenklau ähnlich. Allerdings sind beim Riesen-B.K. schon der Stängel und auch die Blätter sehr viel größer.

Der Stängel ist behaart, stachelig und oft rötlich bis lila-farben, evtl. gefleckt. Er hat im unteren, erdnahen Bereich einen Durchmesser 2 - 10 Zentimeter.

Jedes einzelne Laubblatt kann 1 - 3 Meter lang werden. Die Blätterform variert zwischen drei-, fünf- bis neunteilig fiederschnittig.

 

Die Blütendolden sind ca 30 - 50 cm im Durchmesser und 30- 150-strahlig. Die Dolden wirken "wolliger/wolkiger", als die vom Wiesenbärenklau, die äußeren Blüten sind einseitig vergrößert.

 

Der Riesenbärenklau wächst sehr schnell, sehr groß heran.

Er wächst auch wieder nach, wenn die Pflanze abgeschnitten oder abgeknickt wird, die neu ausgetriebenen Blätter sind gleich sehr groß:

 
 
 
Der Riesenbärenklau bzw die Herkulesstaude wächst so lange nach, bis sie geblüht hat. Sie ist sehr langlebig und bildet sich über Jahre hinweg immer wieder neu. An schattigen Plätzen blüht er aber nicht. Wenn es zur Blüte kommt, stirbt die ganze Pflanze ab. Über die Samen entstehen dann neue Pflanzen.
 
Zur Beseitung nicht selber tätig werden, sondern die jeweilige Stadtverwaltung benachrichtigen.
 
Blütezeit: Juli - Sept., aber nur an sonnigen Standorten
 
 
Verfütterbarkeit: Umstritten, keine Pflanze für Anfänger 
 
Bei den meisten Hinweisen, dass Bärenklau giftig sein soll,  bezieht sich die Toxizität auf die phototoxische Wirkung auf der Haut.
Daher auch beim Pflücken vorsichtig sein. Allerdings passiert es bei vielen Pflanzen, dass sie als insgesamt giftig gelten, obwohl nur der Hautkontakt von bestimmten Pflanzenteilenteilen gemeint ist, oder nur die Früchte giftig sind, oder nur sehr große Mengen der Pflanze bei Verzehr. Oft werden solche Hinweise dann übernommen und verallgemeinert werden.Das scheint auch beim Bärenklau so zu sein.
 

 
 
 
 
 
 

Die Arznei-Engelwurz große, auffällige Pflanze von 1,2 bis 3 Meter, selten nur 50 Zentimeter, die dem Bärenklau ähnlich ist. Die ersten Bilder stammen aus dem Frühjahr. Die Stängel stehen Die kräftigen Stängel sind innen markig-hohl, oben verzweigt und schmecken und riechen würzig.

Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, der Rand ist unregelmäßig gezähnt, die unteren Blätter sitzen auf langen Stängeln. Die Wurzel (Rhizom) ist bei der Arznei-Engelswurz eher kurz, bei der Wildform rübenförmig.

 
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Angelicin, Bergapten, Bitterstoffe, Furanocumarine (!), Imperatorin, Pentadecanolid, Umbelliferon, Xanthotoxin
Wurzeln: Angelica, Fumarsäure, Chlorgen- und Kaffeesäure, Harze Flavone 
 
Verfütterbarkeit:

 
 
 
 
 
links eine Blüte vom Baldrian, rechts eine vom Waldengelswurz
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
aus der Blattschieme entstehen neue Blätter
 

Von der Wuchsform ähneln sich Bärenklau und Wald-Engelswurz. Besonders bei noch jungen Pflanzen kann es deshalb zu Verwechslungen kommen.

Die Blätterform ist aber unterschiedlich (siehe oben, Bärenklau/Wald-Engelswurz-Blattvergleich)

Die Wald-Engelwurz wird ca 50 bis 150 cm groß, der Stängel ist aufrecht, röhrig und weißlich bereift.

Die Laubblätter vom Waldengelswurz  rinnern mich an die  Blätter vom Giersch. 

Sie sind zwei- dreifach gefiedert, einn Blatt ist ca 30 bis 60 cm, die Blätter sind rau, unterseits behaart. Die Stiele der Blätter gerieft. Der Waldengelswurz blüht von Juni-Sept. mit großen weißen Dolden die bis zu 20 cm Durchmesser haben können.

Inhaltsstoffe: ätherische Öe, Zucker, Harze, Angelikasäure, Bitterstoffe, Pektin, Wachs, Gerbstoffe, Furocumarine, Stärke

Verfütterbarkeit: 


Giersch     (Doldenblütler)

 

Blatt, dreiblatt-Form - Stängel, dreieckig
 
Giersch-"Teppich"

Den Giersch findet man am Wiesenrändern, an Bachläufen und in lichten Wäldern und auch in vielen Gärten. Er breitet sich schnell aus, darum findet man oft einen ganzen Giersch-Teppich.

Typisch für den Giersch ist Anordnung der Blätter, die durch er auch Dreiblatt genannt wird.
Wie man auf dem 2. Bild sieht, ist er gut bestimmbar, da der Stängel eine dreieckige Form hat, außerdem ist der Stängel hohl.
Die weißen Doldenblüten sind leicht mit anderen, zum Teil giftigen (!) Doldenblütlern zu verwechseln, daher sollte man sich die Pflanze immer genau und im Ganzen (auch Stängel, Blätter, evlt. Wurzeln) anschauen.

Giersch-Blüten
 
 
Gierschblütendolde und Dolde mit Früchten
 
 
Verwechselbarkeit der Blüten: mit andere Doldenbütler (auch giftige) allerdings sind die Blätter vom Giersch ganz anders, als die der anderen Doldenblütler
 
 
 
 
Vergleichsbilder Wiesenkerbel und Giersch
 
 
Vergleichsbilder Wiesenkerbel und Giersch
 
 
Blütenvergleich:  links Holunderblüte     rechts Giersch
 
gleicher Standort von Holunder und Giersch
 



Blütezeit: Mai - August

Zur Unterscheidung: Die Blätter riechen petersilienähnlich und schmecken ähnlich wie Spinat.

Verfütterbarkeit: - bzw. hoher Caliciumgehalt, bedenklich bei Harngries- Blasenproblematik

Inhaltsstoffe: Vitamine, hoher Vitamin C-Gehalt, Vitamin A, Saponin, ätherische Öle, Calicum und Minerale
Heilkunde: traditionelles Mittel bei Rheuma und Gicht
wirkt: entzündungshemmend und harntreibend

Beim Sammeln können lokale Hautreizungen vorkommen.

 


aufrechte Berle/ Merk/ Wassersellerie (Doldenblütler)

 

 

 

Blüte von unten  -      einzelne Blüte im Detail
 
 

 

Die Berle ist einer der Doldenblütlern, die man in Gräben und anderen Wasserbereichen finden kann.

Unter den weißen Blütendolden findet man Hüll- und Hüllchenblätter, die Früchte sind bis zwei Millimeter lang, eiförmig und bräunlich gefärbt.

Die Pflanze blüht von Juli bis August.

Der Stängel ist hohl, gefurcht und wird 60 - 120 cm hoch. Die Blätter sind auch im Winter grün, die oberen Blätter sind einfach gefiedert, das einzelen Blatt hat eine lanzettliche Form. am Rand sind die Blätter Rand fein gezagckt/ gesägt. Die Blätter unter Wasser sind doppelt fiederteilig.

Inhaltsstoffe:   giftige Polyazethylene (hauptsächlich in den Früchten und der Wurzel), die bei Verzehr zu Erbrechen, Krämpfen und Reizungen von Magen und Darm führen können.

Verfütterbarkeit:


 

Koriander    (Doldenblütler)

 

Bilder von einem Wiesenstück mit Gründünger-Pflanzen

 

 

weitere Infos folgen noch

 


weiße Nelkengewächse
 
Miere/ Vogelmiere/ Sternmiere (Nelkengewächs)
 
 
 
 
gewöhnliche Vogelmiere
 
  
 
Die Vogelmiere ist eine zarte Pflanze, deren Stängel rund und ca 3 - 40 cm lang sind.
Sie breitet sich, auf stickstoff- und Nährstoffreichem Boden, oft flach kriechend auf dem Boden aus, gerne im Halbschatten, wurzelt aber nur flach.
 
 

Die kleinen weißen Blüten sehen denen vom Hornkraut sehr ähnlich aus, in der Mitte sind aber 3 kleine Hocker und die Blätter sind viel zarter. Bei der Vogelmiere bilden sich dann kleine "Früchte" aus den Blüten.
Man findet sie in Gärten als "Un"-Kraut und auf Brachflächen
 
oben - Vogelmiere unten Gras-Sternmiere
 
Grassternmiere in der Wiese
 
Nabelmiere - Fundort lichter Wald
 
Nabelmiere im Vergleich mit Hornkraut

Verwechselbarkeit:
mit dem Hornkraut = unbedenklich
mit dem Gauchheil = gefährlich
Unterscheidung zum Gaulheil: Blüten sind rot - rot/orange (mehr Bilder siehe rote und rosa Blüten Ackergauchheil)
Blütezeit später Frühling - Herbst
Blattunterseiten beim GAuchheil sind schwart/bräuchlich gesprenkelt
 
Vergleich Wiesenpflanzen mit kleinen weißen Blüten :
 

von links: gewöhnliche Vogelmiere, Gras- Sternmiere, weißes Sumpflabkraut, gewöhnliches Hornkraut

Verfütterbarkeit: - - wegen Oxalsäure - bei Tieren mit Harn-/bwz. Harnproblemen
Inhaltsstoffe: viele Vitamine (u.a. Vitamin C) und Mineralien, u.a. Magnesium, Calium, Karotin, Oxalsäure, Zink, Kieselsäure, äth. Oele, Stachydrin
nachgesagte Heilwirkung: schmerzstillendend - wird gegen Gelenkschmerzen und Rheumatismus eingesetzt und bei Wunden und Hautreizungen.
Positive Wirkung auf Magen-/Darm.
Harntreibend

 


 

Hornkraut (Nelkengewächs)
 


Bild links: Sandhornkraut, Hornkraut - Bild rechts: Hornkraut

Das Hornkraut ist leicht mit der Vogelmiere (s.o.) verwechselbar, man findet es man auf Wiesen, wenn man etwas genauer hinschaut oder an Böschungen und als eine Pionierpflanze, auch auf Brachflächen.
Oft fallen als erstes die kleinen, weißen Blüten auf, die 5 Blütenblätter haben. Die Pflanze selber ca. 5 - 30 cm hoch.
Die Pflanze hat neben der Pfahlwurzel noch weit verzweigte Wurzeln. Die kleinen Blättchen sind mehr oder weniger behaart

Verwechselbarkeit:
mit der Vogelmiere = unbedenklich
mit dem Gauchheil = gefährlich, Bilder bitte ergoogeln - Blüten sind rot - rot/orange
Wichtig: nur pflücken, wenn weiße Blüten zu sehen sind, da ansonsten eine Verwechslung mit dem Acker-Gauchheil vorliegen kann, welcher nicht verfüttert werden sollte. Die Blütezeit vom giftigen Acker-Gaulheil ist von Mai- Okober, hat er hat orange-/rötliche Blüten.
 
 
 
 
Inhaltsstoffe: für das Hornkraut im speziellen habe ich keine Informationen zu den Inhaltsstoffen gefunden.
Allgemein zu Nelkengewächsen werden angegeben: der Blütenfarbstoff Anthocyane, Saponine
 

weiße Lichtnelke/-Leimkraut  (Nelkengewächs)

 

 

 
Die weiße Lichtnelke findt man sehr aoft auf Schuttplätzen und an Ackerrändern. Es gibt auch die rote Lichtnelke (siehe rote und orange Blüten)
Die Blüten öffnen sich erst am Abend riechen sehr gut, ihr Duft lockt Nachtschmetterlinge an. Daher wird sie auch Nachtnelke genannt.
Die Lichtnelke wird ca 30 und 120 Zentimeter hoch.
Die Blätter sind lanzettlich bis leicht oval/einförmig. Der Stängel ist weich behaart.
Die Blüten besteht aus 3 cm  Kronblätten, die Kelchblätter sind etwa 1,5 bis 3 cm lang und weisen schmale 3-eckige Kelchzähne auf.
 
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Saponine
Wurzeln enthalten Saponine (wurde früher als Seifenersatz genommen.
Heilkunde: Atemwegserkrankungen und Husten weil schleimlösend, außerdem abführend
Wird in Tee´s verwendet, also innerlich
Verfütterbarkeit: ... bisher nicht gefunden, was gegen spricht.

Taubenkopf-Lichtnelke (Nelkengewächs)

 

 

 

Vergleich weiße Lichtnelke und Taubenkopf-Lichtnelke
 
Verfütterbarkeit:


Ackerspark / Spörgel  (Nelkengewächs) 

 

 

 

  

Verfütterbarkeit:

 


 

 
                                                                                                            weiße Kreuzblütlern
 
Knoblauchsrauke        (Kreuzblütler)
 
 


links: Anfang der Blüte - rechts Ende der Blütezeit
 
 
Blüte nah
 
 
Pflanze im Herbst
 
Diese Pflanze findet man schon recht zeitig im Jahr. Sie wächst in lichten Wäldern, am Wiesenrand und an Böschungen.
Die weiße Kreuz- Blüten erscheinen im Frühjahr- Frühsommer.
Sie wird 20- 100 cm groß, an der Blätterform ist sie eigentlich gut zu erkennen - wenn man die Blätter zerreibt, riecht es schon sehr auffällig nach Knoblauch, woher auch der Name der Pflanze kommt.
 
Verwechselbarkeit: Gundermann, Günsel, Silberblatt (unter blaublühend)
Verfütterbarkeit:
Inhaltsstoffe: Senföl-Glycoside, ätherische Öle, Vitamin A+C, div. Mineralstoffe
Heilkunde: heilungsfördernd, entzündungshemmend,  entwässernd und schleimlösend (Bronchitis), wird verwendet bei der Behandlung von Asthma
und zur Blutreinigung
 
 

 

 

Wiesenschaumkraut, bzw. Wiesenkresse , wilde Kresse (Kreuzblütler)

 

Das Wiesenschaumkraut ist in Frühjahr aufgrund der weiß bis hellrosafarbenen Blüten auf vielen Wiesen sehr gut zu finden, im Sommer findet mal sie kaum noch.
 

Dieser Kreuzblütler bildet eine kleine niedrige Blattrosette (siehe zweites Bild), mit kleinen charakterischen Blättern, aus der der runde, hohle Stängel mit den Blüten herauswächst.
Mit der Höhe von 15 - 60 cm sind die Blüten gut über den noch niedrigen Gräsern zu erkennen.
Aus den Blüten werden später Schoten, die dann aufplatzen.
 


Wichtig: die Blüten sind sehr nektrarreich und bieten im Frühjahr vielen Insekten Nahrung. U.a. auch der Raupe des wunderschönen Aurora-Falters, also nie ganz eine Wiese abpflücken.

Verfütterbarkeit:
der hohe Senföl und Bitterstoffgehalt kann größeren Mengen auf die Nieren bzw. den Magen schlagen

Inhaltsstoffe: viel Vitamin C, Senföle und Bitterstoffe, Mineralstoffe (Magnesium) Spurenelemente (Eisen)

Heilwirkung/ unterstützend bei: schleimlösend, krampflösend, schmerzstillend und stärkt die Abwehrkräfte.
Rheumabeahandlung
 

 
Gartenschaumkraut / behaartes Schaumkraut/ viermänniges Schaumkraut (Kreuzblütler)
 
 
 
 
 
 

 Ein sehr kleines, zartes Pflänzchen ist das Gartenschaumkraut. Es blüht schon im frühen Frühjahr bis in den Herbst hinein.

Die Blätter sind gefiedert, mit großem Endblättchen. Es bildet unter der Blüten Schoten aus, die über den Blütenstand hinausragen.

 


 
Spring- Schaumkraut      (Kreuzblütler)
 
 
Pflanze im frühen Frühjahr ohne Blüte
 
 
 
 
mit Wurzel
 
 
 
 
Das Springschaumkraut findet man in der Nähe und in  lichten Mischwäldern.

Blüte: Mai- Juni

Schotenbildung

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Senföl ... suche noch

Verfütterbarkeit:

 


 
Hirtentäschelkraut      (Kreuzblütler)
 

Wiesenrand mit Hirtentäschelkraut
 
 
Blüte (vergrößert)
 
 
Das Hirtentäschelkraut ist eine Pionierflanze, daher findet man es auf Brachflächen, auf Schuttplätzen und Aufschüttungen.
 
Auf Wiesen findet man sie entweder nur als zartes Pflänzchen oder in kräftigerer Form nur, wenn dort z.B. große Maulwurfhügel oder sonstige Erdaufschüttungen sind. Ich habe sie schon als ganz kleines Pflänzchen gefunden, aber auch einer Brachfläche mit einem Erdhügel auch schon mal ca 50 cm hoch.

Namensgeber dieser Pflanze sind die herzformigen Schoten, (Bild links) die wie die früheren Hirtentaschen aussehen. An diesen "Herzen" erkennt mal diesen Kreuzblütler auch gut.

 

 

Unten an der Pflanze findet man (sofern die Pflanze nicht versteckt in einer Wiese steht) unten die Laub-Grundblätter, die in einer runten Form (Blattrosette) angeordnet sind.
 
Auf dem Bildern unten erkennt man die gezackte, löwenzahn-ähnliche Form sehr gut; so groß und saftig findet man die Pflanze aber nur selten.
 
 
 
  
 
 
links, Hirtentäschelblatt - rechts Löwenzahnblatt
 
 
 
Die oberen Laubblätter sind schmaler und länglich, die kurze Pfahlwurzel kann sehr sehr leicht mit der Pflanze zusammen aus dem Boden ziehen, daher Vorsicht beim Pflücken. wenn möglich lieber abschneiden.

Blütezeit: ab  April- Mai
Verfütterbarkeit:   nicht bei Trächtigkeit

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoff, Vitamine u.a. Vit. C, Calcium, ätherisches Öl, Saponin, Proteine, Mineralstoffe u.a. Kalium

Heilkunde: Magen-Darm-Problemen, Gebärmutter- bzw. Pupertätsproblemen, Harnblasen-/Harnstein-Problemen
wirkt: Wehenfördernd (!),entzündungshemmend, harntreibend, blutdruckregulierend, blutreinigend
 

 
Acker-Hellerkraut      (Kreuzblütler)
 
  
 
Das eben beschriebene Hirtentäschelkraut kann man, auf den ersten Blick, sehr leicht mit dem Ackerhellkraut verwechseln.
 
 
Vergleich: links Allerhellerkraut, rechts Hirtentäschelkraut
 
Beim direkten Vergleich sieht man aber deutlich, dass die für beide Pflanzen typischen Samenschoten unterschiedlich sind.
 
Die Samenschoten beim Ackerhellerkraut ist deutlich größer und runder.
Auch am Duft beim Zerreiben der Pflanzen kann man sie unterscheiden, das Ackerhellerkraut riecht knoblauchähnlich.
 
Die beiden Pflanzen auf dem Vergleichsbild oben, stehen am gleichen Standort, nebeneinander.
Der Standort war ein aufgeschütteten Erdhügel auf einer Wiese.

Das Ackerhellerkraut findet man auf Brachflächen, an Acker- und Wegrändern und wird ca. 10 bis 40 cm.

Am Boden bildet sich anfangs eine Grundblatt-Rosette aus 6 - 8 cm langen, gestielten, gezackten Blättern. Daraus wächst dann ein dünner, aufrecht-stehender, unbehaarter, kantiger Stängel.

Je nach Größe der Pflanze und Standort, bilden sich manchmal Verzweigungen, die oberen Laubblätter sind länglich und ebenfalls unbehaart. Im oberen Bereich der Pflanzen bilden sich dann die Blüten, die sich von oben, am Stängel entlang traubenartig nach unten verteilen.

 

Aus den Blüten entwickeln sich an ca 7-15 cm langen Stielen, die typischen Samenschoten, von denen die Pflanze den Namen hat, weil sie mit ihrer Form an Münzen (Heller) erinnern. Sie sind ca. 12 bis 18 mm groß, flach, und hat mittig einen schmalen Einschnitt. In einer Schote sind 4 bis 7 Samen.

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Senföl, Vitamine, Magnesium

Verfütterbarkeit:

 

 
Frühlings-Hungerblümchen/ Felsenblümchen  (Kreuzblütler)

 

Das Hungerblümchen ist warscheinlich das kleinste, von den Kreuzblütlern. Es ist winzig, 2- 15 cm groß, sehr zart, schwach behaart.
Die Laubblätter sind länglich, lanzettlich und bilden am Boden eine Grundrosette, wie gut auf dem ersten Bild erkennbar ist.
Die Blüten sind weißlich 3-5 mm groß und die Kronblätter sind tief ausgebuchtet.
Es blüht von März bis Mai und  bildet kleine, ovale Schoten aus.
Der Stängel ist gerade und unverzweigt.
 
Man findet das Hungerblümchen auf Brachland, Kiesgeländen, altem Mauernwerk und in Gärten.
 
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Senföle
Verfütterbarkeit:
 

Acker-Schmalwand  (Kreuzblütler)

 

 

Vergleich: Ackerschmalwand (oben) mit Hirtentäschelkraut (unten)
 
Die Acker-Schmalwand ist eine unscheinbare,dem Hirtentäschelkraut ähnliche, Pflanze.
Sie wird  5- 30 cm hoch.  Die Laub-Grundblätter sind am Boden gezahnt und rosettenartig angeordnet, der Stängel ist rund. Am Stängel entlang sind die Laubblätter schmal
Die Blütezeit ist von April bis Mai. Die Blüten sind klein und weiß, ca 2 - 4 mm groß.
Aus der Blüte entwickeln sich am Stängel entlang schmale Schoten, die 10 bis 20 mm lang werden können.
 
Inhaltsstoffe: Senföle
Verfütterbarkeit:
 
Heilkunde: keine Bedeutung

 


Meerettich           (Kreuzblütler)

 

Ein weiterer weißer Kreuzblütler ist der Meerettich.
Meerettichpflanzen sind auf der Wiese gut zu finden, denn sie sind relativ groß im Vergleich zu anderen Wiesenpflanzen. Der Meerrettich kann bis zu 1,20 hoch werden.
Die Wurzel ist walzenförmig und wächst 30 - 60 cm senkrecht in den Boden.
Die Wurzel ist innen weiß und außen bräuchlich und hat zum Ende viele feinere Seitenwurzeln.

Die Blätter treiben direkt vom Wurzelkopf aus und sind lang, oval, langgestielt, gekerbt und an den Seiten leicht wellig.

 

Die Blüten entstehen im Frühjahr bis Frühsommer; dazu treibt die Pflanze mehrere runde Stängel aus.

Die Blüten duften stark. Sie sind an der Stängelspitze in Trauben angeordnet.

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie die Senfölglykoside Allicin (Knoblauchgeruch), Flavone, ätherische Öle

 


Graukresse           (Kreuzblütler)
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Graukresse ist graugrün und wirkt rauh bis filzig. Sie bildet einen oder nur wenige Stängel, die aufrecht stehen und verzweigt wachsen und auch schon mal im untern Teil verholzen können.
Die Laubblätter sind länglich- lanzettich. Die mittleren Stängel-Laubblätter sind größer als die Grundblätter.
Die weißen Kreuzblüten findet man von ca Mai bis August, sie stehen in einem trauben Blütenstand, sind weiß, selten schwach lila oder cremefarben bis gelblich, bestehen aus vier Blütenblätter, die tief zweispaltig sind. 
Aus den Blüten bilden von Juni bis September längliche Früchte, 5- 8 mm lange Schötchen
 
Inhaltsstoffe: Alkaloide,  ätherische Öle (z.B. Senföl), Bitterstoffe
Heilkunde: gegen Appetitlosigkeit und Verstopfung
Verfütterbarkeit:
steht in Verdacht, bei Pferden giftig zu wirken (reheähnliche Symptome)
 

 
andere Kresse- Arten           (Kreuzblütler)
 
warscheinlich virginische Kresse
 
 
 

  weiße Korblütler

  

Gänseblümchen      (Korbblütler)



links- Gänseblümchen auf der Wiese rechts- oben Margariten unten links Gänseblümchen (Größenvergleich)

 

Gänseblümchen sind kleine Pflanzen, die man in vielen Rasenstücken und Grasflächen findet, bei Wiesen mit höheren Gräsern wird sie schnell überwuchert.

Die weißen Blüten mit den gelben Körbchen findet man schon früh im Jahr und oft noch bis in Spätherbst.
 

Die Blüten vom Gänseblümchen kann Mensch auch im Salat gegessen werden.
Die  kleinen rundlichen Laubblätter bilden am Boden Rosette
Verwechselbarkeit: s. unten Kamille, Berufkraut, evtl. auch Mutterkraut Margarite

Verfütterbarkeit:
Inhaltsstoffe: Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamine und Mineralstoffe
Heilwirkung: unterstützend bei: Hautproblemen, rheumatischen Erkrankungen, blutreinigend

 




(echte)   Kamille   (Korbblütler)

 

 

 

 

 

 
Stängel und Blattform
 

 

Wie das Gänseblümchen ist auch die Kamille ein Korbblütler und einige Arten sehen ihr auch sehr ähnlich.

Die echte Kamille wird aber höher, je nach Art bis zu 50 cm. Die Blätter sind feingegliedert und grüngelblich.
Auf Wiesen ist die Kamille selten geworden, ich kenne ein paar Brachflächen, aus denen Wiesen geworden sind, auf denen Kamille wächst. Öfter findet man sie aber an Ackerrändern.

Es gibt verschiedene Kamillearten, die verfütterbare Kamille ist die "echte Kamille".

Man kan die beiden Arten unterscheiden, in dem man eine Blüte teilt (siehe folgendes Bild), dann den typischen Holhkörper in der Blütenmitte erkennt und am typischen Kamillegeruch.

 

Blüten "echte" Kamille - rechts auf den Bild, bei der geteilten Blüte kann man den Hohlkörper erkennen, an der man sie gut bestimmen kann
 
 
Bild links : Kamille (links) mit Margarithenblüte (rechts) zum Vergleich                   Bild rechts: von li Hundskamille, Färberhundskamille, echte Kamille
 
 

Die Blütezeit ist von Mai bis Juni

Verwechselbarkeit:
Hundskamille = bedenklich
Bei dem Zerreiben einer Hundskamille- Blüte kann man einen unangenehm Geruch wahrnehmen
geruchslose Kamille = ?
Wolfsmilchgewächs (kamille-ähnliche Blätter, aber andere Blüten) = giftig
Küchenschelle (ähnliche Blätter, andere Blüten) = giftig

Verfütterbarkeit: nur frisch oder ganz getrocknet verfüttern
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Cumarine = krampflösende, entzündungshemmende, wundheilende, antibakterielle Wirkung

wichtig: nie mit Kamille an Augen behandeln, da sie austrocknet wirkt


 

weiße, stickende Acker-/ Hundskamille (Korbblütler) 



kein Hohlkörper in der Blüte, wie bei der echten Kamille
 
 
Die Hundskamille ist eine einjährige Pflanze die ca einen halben Meter groß werden kann.
Die Blüte ist endtändig am Stängel und besteht aus weißen Zungenblüten, teilweise auch aus Röhrenblüten.
Am Stängelende befinden sich die mittelgroßen Blütenköpfchen.
Inhaltstoffe: noch nichts gefunden

Verfütterbarkeit:   es gibt aber Kaninchenhalter, die es in einer Mischung anbieten


Knopfkraut / Franzosenkraut  (Korbblütler)

 

 

 

Das Franzosen- oder Knopfkraut ist eine weitverbreitete Pflanze das ca 10 -20 cm groß, das behaarte Knopfkraut kann auch etwas größer werden.

Der Stängel ist kahl oder nur sehr spärlich anliegend behaart. Die Blütenstängel sind leicht behaart, beim behaarten Knopfkraut zottig behaart.

Die Laubblätter stehen gegenständigen, sind ungeteilt und am Rand mehr oder weniger fein gezähnelt.

Die Blütenköpfchen sind klein und ca nur 5 mm groß. An dem gelben Köpfchen sind vier bis fünf weiße Zungenblüten, die kürzer sind, als der halbe Durchmesser des gelben Köpfchens. Sie sind meist ein wenig länger als breit und haben vorne zwei oder drei kleine Zähnchen.

 

Die Pflanze ist aus Südamerika über Frankreich in Deutschland eingeführt worden, daher der Name Franzosenkraut. Stängel und Blätter wurden als Gemüse bereitetet und auch als Viehfutter ist es nahreich.

Inhaltsstoffe:  sehr hoher Gehalt an Eisen und ebensfalls hoher Kaliumgehalt

Heilpflanze: zur Immunstärkung

Verfütterbarkeit:

verwechselbarkeit: mit Nachschattengewächsen !!!

 

 

 


 

Berufkraut (-arten) / Feinstrahl  (Korbblütler)

 

In unseren Breitengraden finden wir zwei Berufkrautarten: das einjährige Berufkraut (links) mit den größeren weiß bis rosafarbenen Blüten und das, fast überall verbreitete, kandadische Berufkraut, mit seinen kleinen, weißen Blüten (rechts).

einjähriges Berufkraut/ Feinstrahl  (Korbblütler)

 

  

 

Das einjährige Berufkraut hat seine Heimat in Nordamerika und ist von dort aus hier eingeführt worden. Es ist mittlerweile sehr verbreitet, also häufig an Wegrändern, an Wiesen, als "Unkraut" in Gärten und auf Brachflächen zu finden.

Es sind ein- oder zweijährige 50-100 cm hohe Pflanzen.

Die Grundblätter haben eine rundliche, gezackte Form, die oberen Laubblätter haben eine schmalere, längliche Form:

 
 

 

Form der unteren Blätter (Grundblätter)

Die Blütenstände beim Feinstrahl/ Berufkraut sind in einer Schirmrispe angeordnet. Die Hüllblätter der Blüten sind grün, fast gleich lang und wenig behaart.

Die weißen bis rosanen Zungenblüten sind ca. 4 -10 mm lang und 0,6 - 1 mm breit.

Die gelben Röhrenblüten in der Mitte der Blüte sind 2 bis 2,8 mm lang.

Blütezei: Juni bis Oktober

 

 

Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Gerbsäuren, Bitterstoffe

Heilkunde: wird hauptsächlich zur Linderung von Erkältungssymptomen genutzt: Husten, Halsentzündungen, Mundschleimhautentzündungen, Fieber, Rekonvaleszenz,
auch bei/gegen Durchfall, durch die harntreibende Wirkung wird es auch für die Stärkungung der Nierentätigkeit eingesetzt und zur gesteigerten Ausscheidung eventueller Giftstoffe auch gegen Rheuma und Gicht, außerdem äußerlich bei Hautentzündungen und Ekzemen

Verfütterbarkeit:


kanadisches Berufkraut/ Katzenschweiff  (Korbblütler)

   

 

   

 

 

 

 

Verwechselbarkeit:

von der Blattform und Wuchsform mit dem schmalblättrigen Johanniskraut (!) / nicht von der Blütenform (gelbe Blüten):

links kan. Berufkraut   rechts schmalblättriges Johanniskraut
 
Unterscheidung: Blütenfarbe und Form von    links kan. Berufkraut und rechts schmalbl. Kreuzkraut

Blüte: Juli - August.

Inhaltstsoffe: ätherisches Öl, Gerbstoff, Flavone und Cholin

Verfütterbarkeit:

Heilkunde: Mittel gegen  Durchfall. evtl. auch bei Rheuma und Gicht


Cosmea/ Kosmee, Schmuckkörbchen  (Korbblütler)

 

 

weitere Infos folgen


      Schafgarbe        (Korblütler) ("Scheindoldenblütler")

 

  

 

Blattform größeres Blatt

 

Scheindolde
 
Inhaltsstoffe: ua. ätherische Oele, Gerbstoffe, Flavoniode, kampfer, Bitterstoffe und Mineralien
Heilkunde: Verdauungsstörungen, Koliken, die ätherischen Öle wirken schleimlösend
 
außerdem: frische Triebe und Blätter können außerdem als Beigabe zu Salaten verwendet werden 
 
Verfütterbarkeit: vorsichtig anfüttern 

 
Sumpf- Schafgarbe        (Korblütler) ("Scheindoldenblütler")

 

 

Inhaltsstoffe: ua. ätherische Oele, Gerbstoffe, Flavoniode, kampfer, Bitterstoffe, Mineralien und  in der Wurzel das Isobutylamid der Dehydromatricariasäure
Heilkunde: ein Inhaltsstoffe in der Wurzel, dem eine insektizide Wirkung zukommen soll - daher steht es schon mal auf Giftpflanzen-Listen
 
Verfütterbarkeit:

 
Kohl- Kratzdistel       (Korblütler)
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Kohlkratzdistel wird ca 30 - 150 cm groß, man findet sie oft an Bächen und auf Nasswiesen.
Die weichen Laubblätter stehen wechselständig, unten sind sie fiederpaltig, oben einfach fiederspaltig. Sie sind stachelig umrandet.
 
Die Blüte bildet sich endständig und ist von eiförmigen, weich dornigen, ungeteilten, gelb-grünen Hochblättern umgeben.
 
Blütezeit: Juni- September
Inhaltsstoffe: in der Wurzel Inulin, ansonsten Gerbstoffe, Alkaloide, ätherisches Öl, Fette, Flavonoide

 

Verfütterbarkeit:
keine wertvolle Futterpflanze, wird von Weidetieren eher verschmäht und ist auch zum Trocknen ungeeignet, da sie leicht zerbröselt.

Im Ost-Europäsichen Raum und in Japan eine Gemüsepflanze, die Blätter und die Wurzel werden gegart gegessen.

 

 


weißblühende Nachtschattengewächse

 

    Kartoffel (Nachtschattengewächs)

 

 

Unter Kartoffel, im allgemeinen Sprachgebrauch, verstehen wir die Knollen, die unterirdisch wachsen.

Kartoffeln werden in vielen Garten als Nahrungsmittel angebaut, man findet sie auch auf Felder für den Anbau im großen Rahmen.

 

Kartoffelpflanzen sind aufrechtwachsende oder kletternde Pflanzen, die bis zu 1 m hoch werden können.

Laubblätter: wechselständig,  unpaarig gefiedert, leicht bis stark behaart

Blüten: weiß, stehen scheindoldenfömig zsuammen, die Blütenkleche sind ist glockenförmig, 5-lappig , mit weiß - blauen Kronblättern, und einer gelben Mittel.

Frucht: aus der Blüte bildet sich eine zuerst gelblich grüne Beere, die sich später dunkel einfärbt und vielen Samen (Frucht) enthält

Tiergiftig:
Kartoffelkraut sowie gekeimte Kartoffeln sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Schweine, Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und für Vögel. Eine Vergiftung führt zu Erbrechen, Magen- und Darmentzündung und zu Durchfall. Es kann auch zum Zerfall der roten Blutkörperchen kommen.


Inhaltstoffe:

In den grünen Pflanzenteilen: Alkaloide (Solanin, Chaconin, Leptine)

Die höchste Konzentration der Alkanoide sind in den überirsch unreifen Samen.

Kartoffelschalen: grüne Stellen an den Kartoffelnknollen enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden.

Die Kartoffelknolle weist gewöhnlich nur einen sehr geringen Anteil an Solanin auf. Kartoffelknollen, die bei Tageslicht gelagert werden, ergrünen, was ein Zeichen einen erhöhten Solaningehalt ist.

Kartoffelknollen: u.a. Stärke, Eiweiss, Fett, Wasser, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Vitamin C + A


Heilkunde: Für Menschen ist die Knolle gekocht ein wichtiges Nahrungsmittel, für Pflanzenfresser ist sie weniger geeignet. 

Der Saft aus den Kartoffelknollen wird bei Menschen innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.

 

Verfütterbarkeit:

Pflanze oberirdisch:

Knollen unterirdisch: zu hoher Stärkegehalt

Die Schalen der Kartoffeln werden/ wurden früher gerne gekocht, als günstiges Futter, als bei der Menschennahrungsbereichtung abfiel an Meerschweinchen und Kaninchen verfüttert. Sie wurden gekocht, weil annahm, dass beim Kochen das Solanin seine Giftigkeit verliert, Solanin ist aber hitzestabil, was bedeutet, dass die grünen Stellen an der Kartoffelknolle, die mitabgeschält werden dann auch gekocht nicht geniesbarer werden, weil sie giftig wirken können.

Die Vergiftungserscheinungen sind je nach Aufnahmemenge starke Reizungen der Schleimhäute, Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Lähmungen, die Körpertemperatur sinkt, es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen.

Tiergiftig: Pferde, Rinder, Kühe, Schafe, Schweine, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Vögel

 


weißblühende Schmetterlingsblütler

Erbse/ Gartenerbse/ Speiseerbse      (Schmetterlingsblütler)

 

 

Die Erbse ist eine Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler, von denen die meisten rosa Blüten haben und sind Hülsenfrüchtler.

Die Erbse findet man in Gärten, als Nutzpflanze für Gemüse und teilweise auch als Tierfutter.

Die Erbse niederliegend wachsende oder kletternde Pflanze. Dabei kann sie 1-2 Meter lang/bzw. hoch werden.

Der Stängel ist hohl, kantig und kahl. Die Farbe ist bläulichgrün.

Die Laubblätter besitzen ein bis drei Fiederpaare Blattranken (siehe Bild).

Die 2-7 cm langen  Fiederblättchen sind eiförmig - breit-elliptisch, abgerundet, ganzrandig, machmal etwas gezähnt.

Die 4-10 cm großen Nebenblätter (ersten Blätter an jedem Blatt-Stängel zum Stängel hin) sind breit halbherzförmig. Am unteren Rand sind die Nebenblätter gezähnt, teilweise auch ausgebuchtet.

Die Blüten stehen in einem traubigen Blütenstand mit ein bis drei Blüten zusammen. 

Die Blüten stehen an einem Stie, der Blütenkelch ist glockenförmig.

Aus den Blüten entstehen 3-12 cm lange Hülsenfrüchte, die 1- 3 cm dick sind. Die Hülsen sind je nach Sorte von grün, über gelb, bis bräuchlich.

Die Hülsen enthalten 4-10 Samenkörner, die Erbsen.

Inhaltsstoffe:   noch in Arbeit ....

Erbsen: Glycoside, Tannine (in getr. Form höher)= Gerbstoffe, Phyto-Östrogene, Lektine und Saponine

Buntblühende Schmetterlingsblütler/ Hülsenblütler sollen höhere, weißblühende Arten niedrige Tanningehalte haben

Verfütterbarkeit:

frisch: da gibt es unterschiedliche Meinungen:

Erbsen frisch:

Erbsenkraut:  für Meerschweinchen, Kaninchen (soll blähen) und Nager

Erbsenkeimlinge:  für Hamster

Erbstenschoten: für Meerschweinchen, Kaninchen (soll blähen) und Nager

bei getrockneter Form muss auf Pilzbefall geachtet werden!

in getrockneter Form: gibt es in Futtermischungen für Nager und Kaninchen mit Erbsenflocken (die getrockneten, plattgedrückten Erbsen) und auch vom Erbsenkraut.

 Geflügel - Protein- und Energiefuttermittel

Erbsenflocken: sind eher als Leckerli zu sehen und nur in Kleinstmengen hin und wieder mal zu verfüttern, das sind Dickmacher.


weißblühende Lippenblütler

weiteres folgt ....


Rötegewächse

 
     Labkraut         (Rötegewächs)      
 
                  
 
 
   
Klettlabkraut

 

 
Wiesenlabkraut
 
 
kurz vor der Blüte im Mai
 
Sumpf-Labkraut
 
weißes und gelbes Labkraut zusammen auf einer Wiese (Artenwiese im Stadtpark)
 
 

 
Labkraut sind kleine, eher zarte Pflanzen, die man an Wiesenrädern, an Hecken und Ackerrändern findet. Oft klettert das Kraut über andere Pflanzen, einige haben auch klettige Stängel und Blättchen (siehe Bilder obere Reihe).

Der Stängel ist bei der jungen Pflanze vierkantig, die Blätter sind sehr typisch quirlständig um den Stängel angeordnet. Die quirlständige Anordnung der Blätter erinnert an die Blätter der Lupine, die aber viel größer ist.
 
 
quirlständige Blätter bei dem gelben Labkraut

Blütezeit: Mai-Juni
 
Verwechlung:

mit Lupine (!) s.u.  Unterscheidung, die Lupineblätter sind viel, viel größer und fester - Lupineblüte ist farbig und ein Schmetterlingsblütler

Waldmeister (!)- Unterscheidung zu Waldmeister:

Die Blätter vom Waldmeister sind breiter, fühlen sich fester und "härter" an, die Blüten sind unterschiedlich
Verfütterbarkeit: - - nur frisch oder gut getrocknet

Inhaltsstoffe:  Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarin (!) und nur wenig Anteile von ätherischem Öl
Heilwirkung/ unterstützend bei: Nierenerkrankung - reinigt die Niere, Gries und Blasen-/Nierensteinbeschwerden, Störungen des Lympfdrüsensystems, Hautkrankheiten, Wunden und Mitesser

 
 
     Waldmeister          (Rötegewächs) 
 
 
 
 
 
 
Inhaltsstoffe:Cumerin (!) (Waldmeistergeruch - riecht man besonders in welkem Zustand), (Indoid-) Glykoside(!) (Terpen), Gerbstoffe, Bitterstoffe
Verfütterbarkeit:
 
 

Erdbeere    (Rosengewächse)  
 
 
 
 
 
Verfütterbarkeit:
Blätter:

Früchte: als Leckerchen

 


 

 
 
Wald-Erdbeere    (Rosengewächse) 
 
 
 
 
 
Verfütterbarkeit:
Blätter:
Früchte: als Leckerchen

 
chinesische Schein-Erdbeere    (Rosengewächs) 
 
 

verwilderte Zierpflanze - mehr Daten - später

 
 

 
 
 
Hundsrose    (Rosengewächse)  
 
 
 
Da es mehrere Blütenfarben gibt - bitte unter rote und rosa Blüten weitere Informationen suchen
 
 

 
     Winde       (Windengewächse)   
 
 
 
Zaunwinde
 
 
Die Zaunwinde ist, wie die anderen Windengewächse eine Kriech- bzw. Schlingpflanze. Die Sprossspitzen führen kreisförmige Suchbewegungen entgegen dem Uhrzeigersinn durch, um geeignete Stellen zum hochwachsen zu finden.
Sie hat längliche Blätter und eine trichterförmige Blüte, die ca 5 bis 7 cm groß wird. Zaunwinden blühen in weiß, weiß-rosa bis rosa. Die Blüte besteht aus 5 Blütenblätter, die von zwei deutlich ausgeprägte grünen Vorblätter umfasst werden. (siehe unteres Bild, links unten, geschlossene Blüte. Aus der Blüte bilden sich Kapselfrächte.
Blütezeit: Mai und September.
 
Eine weiteres Windengewächs mit weißen Blüten ist die Ackerwinde, die sehr schnell wächst. Bei der Ackerwinde sind die Blätter ähnlich, wie bei de Zaunwinde, die Blüten sind aber sehr viel größer. Die Blüten können von weiß- weiß/rosa bis weiß/bläulich sein. Im Heu wird die Ackerwinde gerne vom Vieh gefressen.
 
Blütezeit: April - Oktober
 
Inhaltsstoffe: Windengewächse: eine Mischung von verschiedenen Alkanoiden (teilweise aus der gleichen Gruppe, wie bei den Nachtschattengewächsen), die Ackerwinde enthält außerdem noch Herz-Kreislauf-wirksame Gykoside (wie u.a. auch Fingerhut, Maiglöckchen und Orleander)
 
Verfütterbarkeit: -
Heilkunde: Ihre Blätter enthalten Herz-Kreislauf-Glykoside, welche bei Herz - Kreislaufbeschwerden in kleinen Dosen verwendet werden, außerdem wirkt sie fiebersenkend, wird bei
Blähungen, Verstopfungen, Gallenschwäche, eingesetzt und äußerlich zur Heilung von schlecht heilenden Wunden (Tee oder Sud aus den Blüten)
 

     Baldrian        (Baldriangewächs)    

 

  
noch nicht ganz aufgeblüht

 

 

Blüte nah
 
 
Echter Azneibaldrian im Frühjahr
 

Baldriangewächse sind mehrjährige, Stauden-Pflanzen, die ca 50 - 200 cm groß werden und häuftig an Weg- und Waldrändern wachsen. Bisher habe ich ihn an drei Stellen gefunden, einmal in einem lichten Wald, dann in der Nähe eines verwilderten Gartens, am Rande einer Wiese unter Sträuchern und auf einer Heuwiese an in und an dem Graben.

Im Frühjahr entstehen zu erst die gefächerten  länglich, beim Arznei-Baldrian unpaarig gefiederten Laubblätter.

Im Mai entsteht dann der lange Stängel, auf dem sich dann die doldenähnlichen weißlich- rosanen Blüten bilden, die drei- bis fünfzählig sind und sehr angenehm. riechen.

Blütezeit: Juni- August

Inhaltsstoffe:u.a. atherische Öle, (Valerensäure, Baldriansäure, Sesquiterpene, Arnikaflavon) Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Alkaloide (!) siehe Seite: Inhaltsstoffe

Wurzel: ätherische Öle mit Borneol und Isovaleriansäure, Schleimstoffe,

Außer dem Aznei-Baldrian haben auch die anderen Baldrianpflanzen eine ähnliche Wirkung.

Heilkunde:  (bezieht sich oft auf die Wurzel) wirkt beruhigend, entspannend, konzentrationsfördernd, krampflösend, schlaffördernd

wird eingesetzt bei: Magenbeschwerden wie Blähungen, Darmkrämpfe, Gastritis, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung
bei Bluthochdruck, Gallenbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne,  nervösen Herzbeschwerden, Prüfungsangst Prüfungsangst und Nervosität allgemein,
Neurodermitis, Reizblase, Rückenschmerzen u.a.

Verfütterbarkeit:

 


 

Bockhornklee / weißer Steinklee        (Hülsenfrüchtler/)    

 

 

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cholin, Eisen, Flavonoide, Kupfer, Lysin, Proteine, Saponine, Serotonin, Sotolon, Sterole, Trigonellin, Vitamine B,C,E, Steroid-Saponine, Furanon

Verfütterbarkeit: -


   Glockenblume   (Glockenblumengewächse)    

Verfütterbarkeit:


  Wegerichgewächse   

 Fingerhut / Waldglöckchen (Wegerichgewächs)    

 

Den Fingerhut wächst auf Waldlichtungen und Waldrändern und in Gärten als Zierpflanze.

Der Fingerhut ist eine zweijährige, krautige Pflanze, die ca 1 Meter hoch werden können.

Im ersten Jahr wächst die grundständige Rosette mit eiförmig- länglichen Blättern, die von unten gehaart sind.

Im zweiten Jahr wächst aus der Grundblattmitte der Stängel heraus, an dem sich die endständig die Blüten bilden.

Dieie unteren Blätter  haben lange Stiele, die oberen sitzen am Stängel.

Fingerhüte gibt es in vielen Blütenfarben, in weiß, rosa, rot bis hin zu lila

Die Blüten stehen in einer Traube von bis zu 50 – 100 Einzelblüten.

Blüte: Juni - August.

Inhaltsstoffe: Laubblätter: hochgiftige Glykoside, Flavonglycosid, Digitoxin, Gotoxin, Gitaloxin, Saponine, Schleime

 

 

Verfütterbarkeit:


wolliger Fingerhut (Wegerichgewächs)

 

 

 

 

Den wolligen Fingerhut findet man eher in wämeren Gebieten, an sonnig-warmen Ruderalstandorten auf trockenen, meist kalkhaltigem sandig-steinigen Böden.

Im ersten Wachstumsjahr wird nur eine  Blattrosette ausgebildet, die Blüte erfolgt erst im Folgejahr.

Diese Fingerhutart wird  bis zu 90 cm hoch, die Blätter haben eine lanzettliche Form, die zahlreichen und relativ großen Blüten sind weiß bis cremefarben mit brauner Äderung

Inhaltstoffe: Glykoside

Verfütterbarkeit:

 



weiße Mohngewächse

 

 Lerchensporn   (Mohngewächs)

Lerchensporn-Arten sind einjährige bis mehrjährige Pflanzen aus der Familie der Mohngewächse.

Mit weißen Blüten gibt es den Lerchensporn in aufrecht- und in kriechend wachsender Form.

Der Lerchensporn auf dem Bild oben, ist der aufrecht wachsende hohle Lerchensporn.

Diese Art wird  10 - 35 cm groß, die Blüten sind Blüten rot oder weiß und lang gespornt.

Die Blätter sind gestielt, doppelt dreizählig.

 

Inhaltsstoffe: Alle Pflanzenteile sind schwach, die Wurzel hat die meisten Giftstoffe; Alkanoide

Verfütterbarkeit:


Waldrebe / Clematis  (Hahnenfussgewächs) 

kleinblütige Clematis virginiana
 
 

 

Frucht

Die Waldrebe ist eine Pflanze bei der man bis zum Sommer nur die Blätter findet.

Die Pflanze rankt über andere Pflanzen oder an Rankgitter, wo sie gerne zur Begrünung gepflanzt wird.

Die gezüchteten Gartenformen der Waldreben haben teilweise sehr auffällige Blüten.

Die Pflanzenteile sind in frischem Zustand giftig, getrocknet verlieren sie die Giftigkeit. Die Waldrebe ist ist auch hautreizend.

Die Waldrebe sollte nicht innerlich angewendet werden, außer in homöopathischer Form, als Globuli.

Inhaltsstoffe: u.a. Campesterol, Kaffeesäure, Protoanemonin (!), Anemonin (!), Trimethylamin

Verfütterbarkeit:

Tiergiftig:
Rinder, Kühe, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen,Hamster, Landschildkröten und Vögel

Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Waldrebe/waldrebe.html

Vergiftungsymtome treten nur bei größere gefressenen Mengen auf.

Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Störungen des Nervensystems sowie Entzündungen der Mundschleimhäute.

Die Giftstoffe der Waldrebe reichern sich auch in der  Leber an.

Die Waldrebe eigenet sich deshalb nicht gut zur Außengehege-Gegrünung/ Beschattung.

 


  weiße Spargelgewächse 

 

Die Pflanzenfamilie der Spargelgewächse besteht nicht nur aus dem bekannten Gemüse- Spargel, der unter Pflanzen - nach Blütenfarben unterteilt / unscheinbare Blüten beschrieben ist, sondern auch aus ein paar eingeführten Zierarten und ein paar Arten, die man in Wäldern findet.


 

vielblütige Weißwurz /Salomonssiegel  (Spargelgewächs)

 

Der Vielblütige Weißwurz wird ca, 30 bis 100 cm groß.

Ihr aufrechter, übergebogener Stängel ist rund  oder stumpfkantig.

Die Laubbblütter sind wechselständig und zweizeilig angeordnet, am Stängel sitzend oder kurz gestielt.

Sie haben eine eiförmige bis länglich-elliptische Form. 

In den Blattachseln stehen traubige Blütenstände, die jeweils drei bis fünf Blüten enthalten.

Aus den Blüten entwickeln sich ab Augus dunkelblaue bis schwarze, bereifte Beeren, die ca. 7 bis 9 mm.groß sind.

Der Weißwurz bildet ein auffälliges, weißes Rhizom, daher der Name „Weißwurz“, mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 9 mm.

Dank dieser Wurzel überwintert der Weißwurz. Es bilden sich jedes Jahre neue Knoten dazu. Es wurden bis zu 17 Jahresabschnitte hintereinander gezählt. 

Blüte: Mai bis Juni

Inhaltsstoffe: giftige Saponine, Herzglykoside, Flovoniode

Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem die Beeren; sie enthalten Saponine und andere Giftstoffe.

 

Verfütterbarkeit:


zweiblättrige Schattenblume   (Spargelgewächs/ Liliengewächs ?)

 

 

Die Schattenblume oder Schattenblümchen findet man häufig in schattigen Plätzen, z.B. in Wäldern.

Es sind ausdauernde, mehrjährige 5-20 cm hohe, krautige Pflanzen, mit einem unterirdischen, kriechenden Rhizom (Wurzel) als Überdauerungsorgan.

Der Stängel wächst geknickt aufrecht, mit entweder nur einem Blatt oder mit zwei wechselständig, kurz gestielten, breit herzfömigen Blättern.

Die weißen, zahnlreichen, wohlriechenden Blüten wachsen endständig, locker rispen- bwz. traubenförmig. 

Die Früchte bilden sich September und sind bis Oktober zu finden. Es sind rote, preisselbeerähnliche Beeren, mit ein bis zwei Samen.

Blütezeit: Mai bis Juli

Inhaltsstoffe: Cumerin,Digitalis-Glykoside, Cyandin-Glykoside, evtl. noch unbekannte herzwirksame Glykoside

Giftig sind alle Pflanzenteile, besonders aber die roten Beeren.

Verwechslung: mit Preisselbeeren

Verfütterbarkeit:


(Dolden-/ doldiger)    Milchstern    (Spargelgewächs/Liliengewächs)

 

 

Im Frühjahr findet man auf Wiesen, an Weinbergen, unter Gebüschen und in Gärten den ca 10-30 cm hohen Milchstern.

Der Milchstern hat die für Zwiebelpflanzen typischen schmalen 2 - 6mm breiten grundständigen Laubblätter, die einen weißen Mittelstreif haben. Vor der Blütezeit sind die Laubblätter kräftig grün und aufrecht, blüht der Milchstern werden sielänger und weicher, so dass sie beginnen herabzuhängen. Nach der Blütezeit vergilben die Blätter.

Die Blüten sind 2-3,5 cm breit, weiß, außen mit grünlichem Streifen. Es sthen 3- 12 Blüten in der Blütentraube. Die Blüten sind bei Sonnenschein geöffnet und schließen sich bei trübem Wetter spätestens am Nachmittag.

Blütezeit: April - Juni

Inhaltsstoffe: hauptsächlich enthalten in hohen Konzentrationen in den Zwiebeln: Cardenoide, Convallatoxin, und Convallsid (Herzwirksam)

Verfütterbarkeit:

 


Rauhblattgewächse

Gedenkemein / Wald-Nabelnüsschen        (Rauhblattgewächs)

 

 

Gedenkemein sind kleine, ca 10–20 cm große, unter Gehölz wachsende Pflanzen, mit weißen oder blauen Blüten, die man manchmal auch als Kulturflüchting findet.

Die Blüte sind ähnlich wie die vom Vergissmeinnicht, die Blatter wachsen wechselständig, die untersten Blätter sind langstielig, die obersten sitzend. Die Frucht ist viergeteilt. Blütezeit: Mai–Juni.

Inhaltsstoffe und Verfütterbarkeit:

 


Lauchgewächse - Allium

Bärlauch, wilder Knoblauch, Waldknoblauch   (Lauchgewächs)

 

 

 

 

Den Bärlauch findet man in Wäldern, wo er sich teilweise über größere Fläche ausbreitet.

Es sind ca 20 - 50 cm hohe Pflanzen, die zwei seltener drei Laubblätter aus einer kleinen, länglichen Zwiebe bildet.

Der aufrechte, kompakte Stängel ist dreikantig bis fast rund und nur am Ansatz beblättert.

Die Laubbläterr sind von oben dunkeler grün, als die Unterseit.

Zerreibt man ein Blatt oder die Blüte nimm man den typisch lauchartigen Geruch wahr.

Die Blüten bilden eine Scheindolde, sie ist umschlossen von einer zwei- oder dreiklappigen, zugespitzten eiförmig-länglichen Hülle

 

Blütezeit: April/ Mai

Inhaltsstoffe: Allicin, Alliin, Methyl- L-cysteinsulfoxid,Flavonoide, u.a.

Verfütterbarkeit: -

 


Geisblattgewächse - Karden / Kardengewächse

gewöhnlicher Feldsalat / Rapunzel (Geisblattgewächse)

 

 

 

Den gewöhnlichen Feldsalat findet man z.B. an Wiesenhängen oder auch als Kulturpflanze in Gärten, bzw. in Geschäften.

Der gewöhnliche Feldsalat ist eine eher zarte Pflanze 5-15 cm hoch, mit einfach geformten Laubblättern, die je nach Sorte zwischen breit und schmal, spitz und rund variieren.
Man findet grundständig eine Blattrosette, am vierkantig, gefurcht und abwärts gebogene und  behaarten Stängel findet man gegenständig und in den Achsen weitere, längliche Blätter.

Die kleinen, fünfzähligen weiß bis hellbläulichen Blüten mit fünf Kronenblättern wachsen in Trugdolden.

Verwechselbarkeit: mit Hornkraut, Vogelmiere

Wachstum: ab April

Blütezeit: ab Mai

Inhaltsstoffe: höchster Vitamingehalt, Folsäure, Vitamin B6 , Vitamin C, Provitamin A, Kalium,  Eisen,  Zink, ß-Carotin und Lutein.

Verfütterbarkeit:


weißblühende   Geissblattgewächse/ Heckenkirschen/ Karden / Kardengewächse

Die Heckenkirschen oder Geißblätter sind eine ca 180 Arten umfassende Gatter der Pflanzenfamilie der Geissblattgewächse/ Geißblattgewächse. 

 

Die strauchig wachsenden Arten nennt man Heckenkirschen oder auch Doppelbeere, weil aus den paarweise stehenden Blüten manchen Arten Doppelbeere wachsen.

Die rankenden (rechtswindendende Schlingsträucher) Arten werden Geißblatt oder Jelängerjelieber genannt.

 

 

Heckenkirsche / Doppelbeere   (Geißblattgewächs)

 

 

 

 

Pflanze:  bis zu  4- 5 meter hohe Sträucher werden.

Laubblätter: rundlich bis länglich (je nach Art)

Blüten: stehen paarweise, duften bei einigen Arten besonders stark in den Abendstunden, bei manchen Arten Doppelblüten

Frucht: bei manchen Arten eine Doppelbeere,  je nach Art weiß, rot, blau-schwarz bis schwarz gefärbt oder grün, manchmal bereift

enthalten ein bis viele Samen,  manchmal wachsen die Deckblätter bis zur Fruchtreife und umhüllen dann die Doppelbeere

Blütezeit:  rote Heckenkirsche  Mai - Juni.

Inhaltsstoffe:  Saponinen (hoher Gehalt),


Verfütterbarkeit:

Tiergiftig: für Pferde, Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Vögel.

Vergiftungserscheinungen erst ab einer großen Menge von Beeren, die bitter schmecken und daher eigentlich nicht gefressen werden.

Kaninchen z.B. verendeten nach der Aufnahme von 5 - 7 Beeren mit erhöhter Harnausscheidung, Durchfall und Lähmungserscheinungen.

 


 

Wald-/ Geissblatt/Geißblatt - Jelängerjelieber  (Kardengewächs)

 

 

Standort:  wildwachsend in auf eher sandigen Böden in feuchten Mischwäldern und buschreiche Gelände, Zierarten in Gärten und Parks

Pflanze: Kletterpfanze, bildet eine Liliane bis zu 25 Meter lang, teilt sich in mehrere Schlingen, die Bäume regelrecht „einspinnen“ können, mit verholztem Stamm, Rechtswinder, also im Uhrzeigersinn windend, 

Wurzel: Tiefwurzler

Laubblätter: eiförmig

Blüten: Wald-Geißblatt - cremeweiß bis gelbliche Lippenblüten, gestielt, süß duftend,  öffenen sich teilweise erst abends

Frucht:  kleine, rote Beeren - giftig

Blütezeit: Juni bis August.

Fruchreife:  August bis September

 

Inhaltsstoffe: Sapine, cyanogene Glykoside, Alkaloide, Flavoniode

Verfütterbarkeit:   in größeren Mengen verzehrt verursacht leichte Vergiftungserscheinungen, wie Erbrechen


 weißblühende    Kürbisgewächse

Zaunrübe    (Kürbisgewächs)

 

Arten:

die weißblühende Zaunrübe - mit schwarzen Beeren

die rotfruchtige Zaunrübe - mit roten Beeren (in unreifen Zustand grün)

 

 

 

 

Standort: an Hecken und Auwäldern, auf frischen, nährstoffreichen, lockeren Lehmböden, mit bis zu 4-5 m langen verzweigten Ranken

Pflanze: ausdauerne Pflanze

Wurzel:  verdickt, rübenartig

Laubblätter:

weißblühende Zaunrübe: kurzgestielt, bis zu 10 Zentimeter groß, fünfeckigige Form, beidseitig rau behaart, bis über die Mitte handförmig fünflappig, Lappen sind dreieckig bis elliptisch, der mittlere ist dabei nur wenig größer als die übrigen, Blattrand ganzrandig oder leicht stumpf gezähnt

rotfruchtige Zaunrübe:  wechselständig, handförmig, scharf gezahnt, fünflappig, korkenzieherartige, gewundene Ranken auf.

Blüten:

rote Zaunrübe - mit entweder männlichen (ca 6mm) oder weiblichen (ca 10 mm)  Blüten, Blütenstiele drüsenhaarig,  grünlich- weiß,

Blütezeit: Juni bis September.

Frucht: Beeren, unreif grün, reif scharlachrot, 6 bis 7 mm, kugelig.

weißblühende Zaunrübe -  Blüten beiderlei Geschlechts an einer Pflanze, in den Blattachseln traubige Blütenstände, kleine, gelbgrünen Blüten

Blütezeit:, Juni-  Jul

Frucht: ab August bis September,  kugelige, erbsengroße, schwarze Beeren

Inhaltsstoffe: Cucurbitacine, Lectine, Triterpensäuren

Verfütterbarkeit:

 

 

 

 

 


Erklärung der Verfütterungssymbole:

  = unbedenklich, täglich verfütterbar, auch in größeren Mengen

  = unbedenklich, kann in größeren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttert werden
 = kann in kleineren- mittleren Mengen oder hin und wieder verfüttert werden, am besten in einem Gemisch mit anderen Pflanzen
= nur in kleineren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttern
  = (ein) bedenkliche(r) Inhaltsstoff(e) - in bestimmten Fällen ungünstig

= nicht unbedingt sammeln, aber wenn Pflanzenteile in die Futterpflanzenmischung kommen,müssen sie nicht entfernt werden     

 

 

   alt  

   neu

= kein Futter

= davon sollte kein Pflanzenteil in der Futtermischung landen

= (meiner Meinung nach) sollte man diese Pflanzen nicht verfüttern und auch  aus der  Reichwerte von Kaninchen entfernen, bzw. die Kaninchen von dort fernhalten.

 

 



Nach oben