Die Seite "unscheinbare Blüten" teile ich auf in

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(bei den blauen unterstrichenen Pflanzenfamilien-Namen kann gesprungen werden)

 


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 Wegerichgewächse

 

Breitwegerich               (Wegerichgewächs)
 


                                    
Breitwegerichpflanze mit Gundermann (siehe unter "lila Blüten")    -     Breitwegerich mit Blüten
 
 Breitwegerich am Wegrand
 
viel Breitwegerich in einer Wiese im Spätsommer
 
Den Breitwegerich findet man eher am Wegrand, als auf Wiesen, denn auf der Wiese wird er, in der Regel (es gibt aber Ausnahmen siehe Bild)  schnell von größeren Pflanzen verdrängt.
Er hat eine kräftige Wurzel und kann daher auch in festen Böden gut wachsen und braucht keinen lockeren Wiesenboden.

Aus einer Blattrosette wachsen löffelähnliche Blätter.
Es gibt unterschiedlich große Pflanzen, (zwischen 3 und 25 cm groß).
Typisch ist, das wenn man die Blätter abzupfen will, innere Blattstränge als eine Art Fäden aus dem Blatt herausstehen (siehe Bild)

 
 

Ab ca. Mai/Juni bilden sich die Ähren-ähnlichen Blütenstände, an der rumherum die unscheinbaren Samen sitzen.

Bömmelmakers: Der Breitwegerich gehört zu den Lieblingsfutter meiner Kaninchen und wird normalerweise aus einer Mischung mit als erstes gefressen.


Inhaltsstoffe: u.a. Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Pflanzensäuren und Schleimstoffe

verfütterbar: 
Heilkunde: Magen - Darm - Problemen, Probleme der  Harnwege und Atemwegserkrankungen


                  Spitzwegerich      (Wegerichgewächs)             


 

 
 
kleiner Spitzwegerich

Den Spitzwegerich findet man, im Gegensatz zum Breitwegerich, häufig auf Wiesen.
 
Blattvergleich: Spitzwegerich (li) - Breitwegerich (re)

Die Wuchshöhe ist sehr unterschiedlich, je nach Wiese und Entwicklung kann der Spitzwegerich von 5 - 50 cm groß werden.
Auch hier erkennt man gut die festen Rillen in den Blättern, wie beim Breitwegerich, die Fäden sind aber nicht fest, das sie leichter abzureißen sind und dann nicht sichtbar aus den Blättern stehen.
Es gibt beim Spitzwegerich unterschiedliche breite Blattformen, z.B. Mittelwegerich oder Wiesenwegerich

Inhaltsstoffe: u.a. Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe

Verfütterbarkeit:

Heilkunde: Kaninchenschnupfen und Atemwegserkrankungen, Magen-Darmproblemen

 

Brennessel     (Brennesselgewächse)

 

    
 
Brennesseln sind Pionierpflanzen und weit verbreitet.
Sie stehen oft am Wiesen- bzw. Waldrand und an Böschungen.
Je nach Art von 15 cm bis zu 1,50 mtr. hoch werden.

 

 

kleine Brennessel
 
Die Stängel haben Brenn- und Borstenhaare, die kleinen, dunkelgrünen Laufblätter sind behaart.
Im Sommer (Juni- Okt) blühen die Brennesseln mit rispigen Blütenständen in weiß bis violett.

Verfütterbar:   - da harntreibend
 
Wichtig
: wegen der Brennhaare nicht frisch verfüttern, nur getrocknet (bwz. angewelkt), da reagieren die meisten Kaninchen empfindlich.
 
Bömmelmakers: meine Kaninchen fressen die Brennessel sehr gern, wenn sie ganz durchgetrocknet ist.

Verwechselbarkeit: mit der Taubnessel (unbedenklich)

Inhaltsstoffe der Blätter: Flavonoide, Glykoside, äthr. Öl, Vitamine, (u.a. Vitamin C, B-Komplex) Triterpene, Proteine, viele Mineralstoffe, Kieselsäure
in den Brennhaaren: Histamin und Serotonin
im den Samen: Mineralsalze, Carotin ( Provitamin A ), Vitamin C., Eisen

Heilkunde:  wirkt entschlackend, blutdrucksenkend, leicht abführend bei Nieren- u. Harnwegserkrankungen, Lebererkrankungen

 

rosenartige Gewächse mit unscheinbaren Blüten
 

Kleiner Wiesenknopf /kleine Pimpernelle (rosenartige)


 

Straßenböschung
 
 
 
 
 
 
 
 
ausgesähter Wiesenknopf im Garten


Standort: Böschungen, Rand von niedrigen Wiesen, oft wintergrün,  Mager- und Halbtrockenrase,  trockene, meist kalkhaltige, lockere Lehmböden. wärmeliebend

Pfanze: krautig, ca. 20- 100 cm

Stängel: aufrecht

Laubblätter: rosettig angeordnet, 3 - 12 Paare eiförmige - elliptische Fiederblätter,  je 0,5 - 2 cm lang, mit tragen jederseits 3 bis 9 Zähnen


Blüte: anfangs grünlich, später braun-rötliche Blütenköpfe, 1 - 3 cm

Blüte: Mai bis August

 

Heilkunde: Bauergartenpflanze, 'Verwendung als Viehfutter üblich, auch in vielen Heusorten enthalten


Sprachlich wird die kleine Pimpernelle mit der  Pimpernelle/Bibernelle verwechselt, die aber einer anderen Familie Doldenblütler mit weißen Blüten  gehört.

Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Flavone, Tannine, Vitamin C

 

Verfütterbarkeit:


großer Wiesenknopf / Pimpernelle (rosenartige)

 

 

 

Standort: In Nordeuropa sehr selten,  auf wechselfeuchten Nasswiesen, Moorwiesen

 

Pflanze: ca 30 bis -120 cm,

Stängel:  aufrecht, rund, gerillt,  kahl, manchmal unten etwas behaart

Laubblätter: stehen grundständig, wechselständig, gestielt, unpaarig gefiedert, mit drei bis sechs Fiederpaaren, Blattoberseite  dunkelgrün,  Unterseite blaugrün. 

 
 

Blüte: in aufrechten Blütenständen, ca. 1- 6 cm,, ca 20 bis 40 Blüten, blühen von der Spitze hin zur Basis auf

Blüte: Juli und November

Heilkunde: gilt als blutstillend, Einsatz bei Magenschleim-/ Darmhaut- Entzündung, Durchfall, Nierenschwäche

Inhaltsstoffe: Saponine, Gerbstoffe, Flavone, Tannine, Vitamin C

Verfütterbarkeit:

Gilt als ausgezeichnete Futterpflanze, wird gerne vom Vieh gefressen


 


Knöterichgewächse
 
Floh-/ Ampfer -Knöterich/ Pfirsichblättriger Knöterich   (Knöterichgewächs)
 
 
Flohknöterich
 
Flohknöterich
 
 
 
 
Standort: nährstoffsanspruchsvolle Pflanze (starker Stickstoffzeiger), feuchte Äckern,  Schuttplätze, Halden, Wegrändern,  Flussufern
 

Pflanze: krautig,  ca 40 - 100 cm 

Stängel:  halb-niederliegend oder aufrecht, einfach oder verzweigt, kahl oder etwas behaart

Laubblätter: lanzettlich, oft mit einen dunklen Fleck

Pfahlwurzel.

Blüte: zylindrisch-ährigen Blütenstände, dichtblütig, ca 10  mm.,

die einzele Blüte: rötlich oder grün , ca. 3 mm lang, überdecken sich halb dachziegelartig

 

Blütezeit: Juli - Oktober.

Verfütterbarkeit:
Inhaltsstoffe: Oxalsäure .... und ...


Hecken- Windenknöterich     (Flügel- Knöterichgewächs)

 

Hecken- Windenknöterich
 
 

Standort: Felder, Gärten, Wegränder, Aufschüttungen, Brachland.

 

Pflanze: rankend, oft an Zäunen oder Hecken, nicht so lange lange kletternde Triebe, wie der Acker- Windenknöterich, höchstens 1 Meter lang

Blüte: Blütenhülle aus fünf grünlichen Blättern, die in zwei Wirteln sitzen, Blütenstiel und Blütenhülle wachsen nach der Blüte

Laubblätter: wechselständig, gestielt, beidseitig rau, kahl. herzförmig, 2–8 cm lang, spitz zulaufend, Nebenblätter sind zu einer den Stängel umgebenden kurzen und hautartigen Scheide verwachsen, die über dem Ansatzpunkt des Blattstiels sitzt.

Frucht: dreikantige, schwarze, knotige Nuss

Blütezeit: Juli–September

Blätter werden als Wildgemüse genannt

Verfütterbarkeit ... vorläufig: !

 

 


 

 

 

 

Acker- Windenknöterich     (Flügel- Knöterichgewächs)

- Bild folgt -

 

 

 

 

 

Standort: Acker - "Un-" Kraut, häufig zu finden, Brachflächen

 

Pflanze: krautig, kriechend oder kletternd 

 Stängel:  zumindest im unteren Bereich kantig und rau, ca. 1 Meter langen Stängel kriechend oder kletternd

Laubblätter: herzförmig, zur Spitze hin pfeilförmig nach unten geneigt, gestielt, die Blattnerven sind deutlich zu sehen

Blüte: weiß-grün, unscheinbar, stehen in Grüppchen, ährige- bis traubige Blütenstände,

Früchte: 3,5 bis 5 mm lange, schwarze, matte Nussfrüchte

 

Blätter werden als Wildgemüse genannt

 

Heilwirkung: Abführmittel

Verfütterbarkeit ... vorläufig: !


 

Schlingknöterich      (Knöterichgewächs)

 

 

 

Den Schlingkönterich findet man oft an Hauswänden hochrankend, an Holzgittern, Rankhilfen etc.

die Blüten sind von weißrosa bis gelblich.

Blütezeit: März bis Juni 

Hunde bekommen von den Schlingknöterich- Blüten Magenbeschwerden und Durchfall.

 

Verfütterbarkeit:


Vogelknöterich    (Knöterichgewächs)

  

 

 

 

 
Der Vogelknöterich kann, als Ausnahme unter den Knöterichen, kann in kleineren Mengen in einer Mischung von div. Wiesenpflanzen verfüttert werden.
 
Auf der Wiese ist er schwer zu finden, weil er vergleichsmäig klein und zart ist.
Leichter findet man ihn an lichten Stellen auf Wiesen, z.B. auf Maulwurfhaufen in Wiesen.
Die Blüten sind winzig und scheinen leicht rosa bis weiß.
 
Bömmelmakers: Bei neuen Pflanzen fressen meine Kaninchen normalerweise nicht gleich, sie schnuppern an den Pflanzen und beissen evtl. ein kleines Stück ab, wenn ich es ihnen hinhalte. Beim ersten Verfüttern vom Vogelknöterich waren sie aber nicht zögerlich, sondern haben ihn gleich akzeptiert und gefressen.


Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Flavonoide, Schleimstoffe, Saponine und Geschmacksträger Phenolsäure
nachgesagte Heilwirkung: entzündlungshemmend, harntreibend
Heilkunde: Blasen-/Nierenerkrankungen, Atemswegerkrankungen, Durchfall
Wichtig: Nicht bei Trächtigkeit oder in der Stillzeit verfüttern.
 
Verfütterbarkeit:
 

 

 


japanischer Knöterich  (Knöterichgewächs)
 
 

 
 
  
kleine Pflanzen in Rasenfläche
 

 

Nachdem  das Thema japanischer Knöterich im Forum vom Kaninchenschutz e.V.  einmal diskutiert wurde, bekam ich eine email:

 

 
Der Knöterich ist als Futterpflanze nicht geeignet weil er sehr sauer ist und bei Weidetieren, in größeren Mengen gefüttert, Durchfall verursachen kann.

Im Salat köstlich, als Marmelade wie der verwandte Rharbarber, wobei der Knöterich nur zart bleibt, wenn die Blattentfaltung verhindert wird, sonst verholzt er.
 
Aber dadurch enthält er im Gegensatz zum Rheum auch keine Oxalsäure; die ja ein Stoffwechselprojekt der Photosynthese ist, daher ist die Knöterich Marmelade milder und erzeugt kein pelziges Gefühl auf den Zähnen und eignet sich auch für leute die zur Steinbildung neigen.
 
..
 
Zur Fütterung an Kaninchen; unsere Meerschweinchen fressen die jungen Sprossen ganz gerne.


Weitere Informationen: www.newtritionink.de

Verfütterbarkeit jap. Knöterich:


Rhabarber  (Knöterichgewächs)

 

 

Den Rhabarber findet man in vielen Gärten, in verwilderten Gärten, die schöne Sammelgebiete sind, natürlich auc

 

Die großen drei- bis mehrlappigen Laubblätter des Rhabarber stehen in einer grundständigen Rosette.

Ein Blattstiel ist bis 70cm lang und 5 Zentimeter breit, je nach Sorte mehr oder weniger stark rot gefärbt. Der Blattrand ist leicht gekraust. Die Blattstiele sind an der Oberseite flach, an der Unterseite rund und mit scharfen Kanten besetzt.

Eine Blütenstand entwickelt sich zwischen Mai und Juni, wenn es über längere Zeit Temperaturen unter unter 10 °C gibt. Der Blütenstand ist bis zu zwei Metern hoch, die Blüten sind cremefarben und unscheinbar.

Inhaltsstoffe: 

Blattstiele: u.a. Glucose, Fructose, Saccharose, Stärke, Protein, Kalium, Calium, Magnesium, Antho-cyane (Farbstoff), Apfel- und Citronensäure und sehr hoher Oxalsäuregehalt

Die Inhaltsstoffe in den Blättern können bei rohem Verzehr Erbrechen und Kreislaufstörungen auslösen.

Heilkunde: abführende Wirkung  

Medizinisch verwendet man die Rhabarber Art Rheum palmatum, den handlappigen bzw. Zierrhabarber. nicht den Gemüse-Rhabarber.

Verfütterbarkeit:

 



Ampfer/ Sauerampfer/ Wiesenampfer   (Knöterichgewächs)
 
 
Wiesenampfer
 
 
   
Stumpfblättriger, großer Ampfer
 
Krauser Ampfer mit schmaleren gewellten Blättern
 
ein großes Löwenzahnblatt (oben) im Vergleich mit einem Ampferblatt
 
kleiner Ampfer
 
 
 
 
Der Stumpfblättrige Ampfer ist eine der größeren Arten und hat, zumindest im oberen Laubblattteil, herzförmige Blätter, die zungenförmig zu einer stumpfen Blattspitze wachsen.
Eine Unterart des Stumpfblättrigen Ampfer, ist der Wiesenampfer.
Der große Ampfer hat stängelumfassende, spießfömige Laubblätter.
Inhaltsstoffe: Oxalsäure (!), Kaliumoxalat, Bitterstoff, Flavonoide, Vitamin C, Gerbstoff

Verfütterbarkeit: 
 
 

kleiner Sauerampfer  (Knöterichgewächs)

Kleiner Sauerampfer 
 
 
 
 
Löwenzahn-Ahnlichkeit:     Ampfer in der Wiese, Blatt dieser Pflanze in Detail
 
 
 

 
 
 
 

Der kleine Sauerampfer wird nur ca 10 - 30 cm groß, er hat pfeilförmige bis ganzrandige, eher kleine Laubblätter.

Der Blütenstandist locker verzweigt und nicht von Hochblättern durchsetzt.

 
 
 
Inhaltsstoffe: Oxalsäure (!), Kaliumoxalat, Bitterstoff, Flavonoide, Vitamin C, Gerbstoff

Verfütterbarkeit: 

 


 

weitere Arten: Schlangen- oder Wiesenknöterich: siehe unter : Pflanzen -  rosa bis violett/lila Blüten
 


Rötegewächse
 
 
  Labkraut         (Rötegewächs)                         
 
 
   
Klettlabkraut, etwas vergrößert auf den Bildern, damit Details besser erkennbar sind 

 

Klettenfrucht vom klettigen Labkraut (vergrößert)

 

 
Wiesenlabkraut
 
Sumpf-Labkraut
 

 
Labkräuter sind kleine, eher zarte Pflanzen, die man an Wiesenrädern, an Hecken und Ackerrändern findet. Oft klettert das Kraut über andere Pflanzen, einige haben auch klettige Stängel und Blättchen (siehe Bilder obere Reihe)
Der Stängel ist an der jungen Pflanze vierkantig, die Blätter sind sehr typisch quirlständig um den Stängel angeordnet. Darin erinnert das Labkraut ein bisschen der Lupine, die aber viel größer ist.
Im Sommer, ab Mai-Juni,  findet man feine, weiße Blüten.
Zur den Labkräutern gehört auch der Waldmeister, der nicht verfüttert werden sollte.
Bömmelmakers: ein der Lieblingsfutterpflanzen der Bömmelmaker
 
Verwechlung:

mit Lupine (!) s.u.  Unterscheidung, die Lupineblätter sind viel, viel größer und fester - Lupineblüte ist farbig und ein Schmetterlingsblütler

Waldmeister (!)- Unterscheidung zu Waldmeister:

Die Blätter vom Waldmeister sind breiter, fühlen sich fester und "härter" an, die Blüten sind unterschiedlich

Verfütterbarkeit: - -

Inhaltsstoffe:  Kieselsäure, Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarin (!) und nur wenig Anteile von ätherischem Öl
Heilwirkung/ unterstützend bei: Nierenerkrankung - reinigt die Niere, Gries und Blasen-/Nierensteinbeschwerden, Störungen des Lympfdrüsensystems, Hautkrankheiten, Wunden und Mitessser  
 

 

Korbblütler mit unscheinbaren Blüten

 

(gemeiner bzw. gewöhnlicher)  Beifuss / wilder Wermut  (Korbblütler)

div. Unterarten

 

  
   gwöhnlicher Beifuss  noch ohne Blüten

 
  Beifuss- Blüten-Rispen                               Beifuss-Blatt von unten
 
Beifuss schmidtiana
 
Den Beifuss findet man sehr häufig auf nährstoffreichen Brachflächen.
Er kann, je nach Standort, mittelgroß mit ca 60 cm bis zu regelrechten Büschel entwickeln, mit bis zu 2 mtr. Höhe.
Der Stängel ist kantig und wenig gehaart, die Laubblätter sind gefiedert und sind oben grün und von unten weiß bis hellgrau und fein gehaart bis flaumig.

Die Blütenstände sind rispenartig und bestehen aus vielen kleinen Blüten.

Verfütterbarkeit- - hoher Thujon-Gehalt
InhaltsstoffeÄtherische Öle, Thujon, Kampher und Cineol, Linalool, Gerb- und Bitterstoffe, Terpene
 

Heilkunde: schlaffördernd, krampflösend, antiseptisch, verdauungsanregend, wohltuende Wirkung, das Cineol soll gegen Würmer helfen

 



  Wermut / Wermutkraut  (Korbblütler)
 
     
 
 
 
Standort: auf trockenen oder auf sandig-tonigen Böden in der Nähe von Wasserläufen

Pflanze: 40 bis 60 hohe Pflanze, gelegentlich bis 150 Zentimeter.

Laubblätter: gräulich-grün, duften stark aromatisch, untere Laubblätter teilen sich in 2 bis 3 Lappen, die oberen Blätter sind kürzer gestielt, weniger stärker lanzettlich geformt, noch weiter oben sind sie noch kleiner, dreilappig oder ungeteilt. Die Blattoberseiten sind dicht behaart.

Stängel: verholzt am Grund manchmal (siehe folgendes Bild)

 

 

Blüten: unscheinbar, stehen rispenartig zusammen, die Früchte sind eiförmig.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Absithin, ätherische Öle, Thyjon (!) Mono- und Sespqui-Terpene, Flavoniode 

Verfütterbarkeit: -


 

 Ambrosia / beifussblättriges Traubenkraut    (Korbblütler)

 

 

 

 

 

Verbeitung/ Standort: Ruderalpflanze, wächst auf Brachflächen, an Straßenrändern, in Kiesgruben, an Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden.
Man findet sie aber auch gerade oft in Gärten, besonders unter Vogelfutterplätzen, da sie über die Vogelfuttermischungen eingeschleppt hat, die die Samen der Pflanze enthalten.

enlightened Der Blütenstaub ist eines der stärksten pflanzlichen Allergene und führt auch bei Personen zu allergischen Reaktionen, die sonst keine Allergie haben. Ambrosia-Pollen haben Widerhaken und können sich so in Kleidung, aber auch in den Schleimhäuten festsetzen. Die Samen sind mehrere Jahrzehnte keimfähig.

Pflanze: krautig, ca. 20 cm bis 1,8 m

Wurzel: faseriges Wurzelsystem.

Stängel: behaart, verzweig

Laubblätter: unten gegenständig, oben wechselständig angeordnet, doppelt fiederteilig (Beifuss dreiteilig gefiedert), Blätter haben einen aromatischen Geruch

Blüte: weibliche und männliche Blüten in getrennten an einer Pflanze, traubige, grünlich-gelbe Körbchenblütenstände, endständig, und in den Seitenzweige

Blütezeit: Juli - Oktober

Inhaltsstoffe:

enlightened keine  Giftpflanze, allerdings gehören die Samen zu den stärksten Allergieauslösern

es gibt noch keine Meldepflicht, aber hier ist eine Hp mit den Meldestellen für Deutschland, Österreich und die Schweiz:

http://www.ambrosia.de/ambrosia-meldestellen.html

Nicht anfassen: enlightenedKontaktallergien - durch das Sesquiterpen-Lacton Peruvin

Verfütterbarkeit:  nicht sammeln

 


 

 (Sumpf-)  Ruhrkraut + Wald- Ruhrkraut   (Korbblütler) 

 

Die Ruhrkräuter sind unauffällige, kleine, unscheinbare Pflanze mit kleinen unscheinbaren braunweißen Röhrenblüten.

Die oben abgebildete Pflanze habe ich auf deiner Brachwiese gefunden, auf der hin und wieder Erdarbeiten stattfinden und die 1 x im Jahr gemäht wird.

Ruhrkräuter findet man auch als Zierpflanze in Steingärten.

Ruhrkräuter sind ca, 10- 40 cm, groß, mit aufrechten Wuchs, die Blätter sind lanzettlich, auf der Unterzeite filzig und auf der Oberseite kahl.

Die kleinen Röhren-Blüten erscheinen zwischen Juli und September.

Aus den bräunlich-weißen Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe.

Heilkunde: würde früher gegen Durchfälle und Ruhr eingesetzt, gegen Atemwegsprobleme

Verfütterbarkeit:


 Große Klette   (Korbblütler) 

 

 

 

Die große Klette ist eine zweijährige, 50-150 cm hoche Pflanze, die man an Wegrändern, auf Brachflächen und auf Schuttstellen findet.

Der Stängel ist aufrecht, verzweigt, kantig und oft rötlich überlaufen.

Die Blätter sind gestielt  herzförmig-oval und bis 50 Zentimeter lang und unterseitig gräulich filzig behaart.

Die Blütenköpfe sind 3-4 cm groß, anfangs grün, später rötlich- lila, dornig, mit Kletthäkchen und rund.

Inhaltsstoffe:  Wurzeln : Polyacetylenformen: schwefelhaltige heterocyclische Acetylenverbindungen und  verschiedene schwefelfreie Verbindungen, ätherisches Öl, Inulin, Triterpenen

Inhaltsstoffe Blätter: das Sesquiterpenlacton Arctiopierin

Inhaltsstoffe Früchte:  Lignan

Heilkunde:  Magendarmbeschwerden (Klettenwurzel), Wurzel- oder Blattextrakte äusserlich bei Ekzem, Schuppenflechte, Akne, Hautinfektionen, schlecht heilenden Wunden, Dermatosen, Furunkulose, Hautjucken und Insektenstichen.

Die Samen gelten als entwässernd, entgiftend wirkendes Mittel

Verfütterbarkeit:

 


     Wolfsmilchgewächse
 
div. Unterarten
 
 
 
Zypressenwolfsmilch
 
Steppen-Wolfsmilch
 
 
 
 
 
kreuzblättrige Wolfsmilch
 
 
 

Wolfsmilchgewächse sind sind einige etwas unterschiedlich aussehende Pflanzen, die einen reizenden/ leicht ätzenden Milchsaft enthalten.

Man findet sie auf trockenen Wiesen, an Wegrändern und auf Äckern und teilweise auch als Garten-"Unkraut", aber auch ein paar Arten als Gartenzierpflanze und ein paar Zimmer-Zierpflanzen wie der Christusdorn und der Weihnachtsstern.

Sie ist ca. 15 und 50 cm groß und oft haben sie zwei unterschiedlich aussehende Formen von Trieben.

Es sind oft einerseits blatt- oder nadelähnliche Triebe und andererseits vielstrahlige doldenähnliche Blüten (Scheindolden) im oberen Teil der Pflanze, die grünlich, gelb oder sogar rotlich gefärbt sind. Daraus bilden sich  interessant geformte 3-teilige Kapsel-/ Spaltfrüchte. Die Früchte können sich durch Berührung  exlosionsartig öffnen und die Samen rausschleuern. 

Die Samen enthalten ein Öl. das die Ausbreitung durch Ameisen begünstigt. Daher findet man oft in der Nähe von Ameisenhaufen die Zypressen-Wolfsmilch.

Unter den Wolfsmilchgewächsen gibt es ein paar wintergrüne Arten.

Knickt man einen Pflanzenteil ab tritt sofort ein weißer Milchsaft aus. Er dient der Pflanze als Wundverschluss und Fraßschutz und enthält einige bedenkliche Inhaltsstoffe.

 

Blütezeit: April bis September
 
 
Inhaltsstoffe:
Milchsaft (Latex): Euphorbon (Terpen) !!, Phorbolester, (bzw. Carbonsäureestern/ Di- und Triterpen-Ester), (hautreizende) Harze, Ingenol, Bitterstoff, Euphorbon, Kautschuk, Eiweiß, Stärke
im Samen: Toxin Ricin 
 

Heilkunde:  Samen und der Milchsaft- gegen Verstopfung aber ! ... bei Überdosierung - starke Vergiftungserscheinungen bis hin zu Todesfällen 

Daher sollte mal  von einer innerlichen Verwendung der Wolfsmilch absehen, also auch nicht verfüttern und aus den gesammelten Futterpflanzen entfernen.

Toxisch:Weidevieh meidet Wolfsmilchgewächse wegen des scharfen Geruchs und Geschmacks.

Wird als toxisch angegeben für Pferde, Rinder und Kühe, Ziegen, Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen.

Die Giftwirkung verliert sich nicht durch Trocknen, daher sollten Wolfsmilchgewächse (möglichst) nicht im Heu (in größeren Mengen) enthalten sein.

Der Milchsaft steht in  Verdacht Krebserzeugend zu sein.

Duch den Milchsaft können die Schleimhäute angegriffen und geschädigt werden, wenn der Milchsaft Augenkontakt hat,  kann das unter Umständen zur Erblindung führen.

Nach dem Verzehr kommt es durch den Milchsaft oder dem Samen zu Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall und bei einer größeren Menge auch zu Kreislaufschädigung und Lähmungen.

Verfütterbarkeit: Alle Wolfsmilch-Arten enthalten einen Milchsaft, der toxisch ist.
 

(Wald-) Bingelkraut ( Wolfsmilchgewächs)

 
 
 

Standort: am Rand von lichten Wäldern,ähnelt dem kleinen Springkraut.

Pflanze: ca. 15 - 30 cm groß, obwohl es ein Wolfsmilchgewächs ist, hat es keinen Milchsaft in den Blättern und Stängeln.

Stängel: einfach, vierkantig, am oberen Abschnitt beblättert

Laubblätter: gestielt, elliptisch, riechen unangenehm,  gegenständig, gewellter Rand.

Blüten: klein, grün, riechen fischartig, zweihäusig, das heisst, es gibt getrennte männliche und weibliche Pflanzen

weibliche Blüten:  grün,  wachsen in kleinen Gruppen in den Blattachseln, höckrige Frucht-Kapseln, die jeweils zwei Samen enthalten. 

männliche Blüten: gelblich, wachsen ährenförmig auf Stängeln

Früchte: sind zwei- bis dreifächrige Kapselfrüchte, mit einsamigen Teilfrüchten

 

Blütezeit:  April - August
 

Verfütterbarkeit : frisch: giftig - stark giftig  / getrocknet, verliert es seine Toxizität
Inhaltsstoffe:Merkurialin (!), Saponine, Trimethylamin (!), ätherisches Oel

Tiergiftlig: Pferde, Schweine  und Wiederkäuer



Wirkungsweise: Leberschädigend, Nervenlähmend



einjähriges Bingelkraut ( Wolfsmilchgewächs)

 

 

 

Standort: auf Äckern, in Gärten, Weinreben, an nährstoffreichen Ruderalstellen, liebt Wärme und viel Licht, durch das starke Wurzelsystem kommt die Pflanze mit Trockenheit gut aus.

Pflanze: 10 - 50 cm, hellgrün-grasgrün

Wurzel: stark verzweigtes Wurzelsystem

Blüte: gelblich-grünlich, blattachselständige Ähren, Blüten in kleinen Knäulen

Blätter: hellgrün bis grasgrün, gegenständig, schmal-eiförmig, kurz gestielt

Stängel: hellgrün bis grasgrün, kahl, kantig, stark verzweigt, sehr beblättert, kein Milchsaft (obwohl es ein Wolfsmilchgewächs ist)

Frucht: Die Pflanze ist ein Austrocknungsstreuer. Dies bedeutet dass die Frucht sich erst nach Austrocknung durch einen Stoß öffnet. Die über tausend Samen können dabei 4 m weit weg geschleudert werden. Samengröße: 2mm lang, 1mm breit, Ab Juli ist die Zeit der Samen. Sie können auch nach 10 Jahen noch keime

Blütezeit: April - November

Inhaltsstoffe: Saponine, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glykoside, Methylamin, Bitterstoffe

Giftigkeit: frisch ist die Pflanze giftig! Getrocknet soll das nicht mehr so sein.

Heilkunde: stark abführend, harntreibend, entzündungshemmend
Eine Überdosierung kann Erbrechen, Kopfschmerzen und Gliederzittern hervorrufen.

Verfütterbarkeit:

 

 
(weiße/r)    Gänsefuss / Melde   (Gänsefussgewächse)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zur Familie der Gänsefussgewächse gehören sehr viele und weitverbreitete Arten, daher gibt es kleine zarte Pflanzen die ab 5 cm groß sind bis hin zu ganzen Büschen von Pflanzen, die bis zu 3 m hoch sind.
 
Der Gänsefuss ist einer der Pionierpflanzen und daher schnell auf Brachflachen, oder auf umgegrabenen oder aufgeschüttenten Flächen zu finden.
 
Gänsefussgewächse wachsen meist aufrecht, oft stark verästelt und bilden einen grünlich- grauen, mehligen Blütenstand.
Die Laubblätter sind gestielt, oft unregelmäßig gezackt, die oberen Blätter sind schmaler und weniger gezackt.
 
Die Blüten bilden sich oben und in den Blattachseln, die Samen sind schwarz.
 
nachgesagte Heilwirkungen: entzündungshemmend, abführend, Blähungen, Verstopfung, Blasenschwäche, Wechseljahrsbeschwerden u.m.
 
Inhaltsstoffe: Saponine, Campesterol, Arminosäuren,  Betaine, Oleanolsäure, Oxalsäure (!), Xanthotoxin (!), Zink  
 
 
Verfütterbarkeit:
 
wichtig: Verwechselbarkeit mit  Bastard-Gänsefuss (!!) mit stechapfel-ähnlichen Blättern
 

vielsamiger   Gänsefuss   (Gänsefussgewächse) 
 
 
 
 
Der vielsamige Gänsefuss ist ein ca 15- 60 cm große Pflanze, mit langen, weit ausladenden Zweigen.
Die Laubblätter sind ganzrandig, oval und haben oft einen rotem Blattrand.
Der Stängel ist  vierkantig und oft ebenfalls rot überlaufen.
 
 

 
Amarant       (Fuchsschwanzgewächs)
 
 
 
 
 
Blätter wechselständig
Inhaltsstoffe: Vitamine: Provitamin A +C, Mineralstoffe Calium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Zink,  Aminosäure Lysin
 
Verfütterbarkeit:
 
 
 

Guter Heinrich   (Fuchsschwanzgewächs/Gänsefussgewächs)
 
 
 
 
 
Der Gute Heinrich ist ein Wildgemüse
Inhaltsstoffe: Eisen, Vitamin C, Minerale, Proteine, Eiweis
Heilwirkung: abführend und blutreinigend, hilft als Umschlag oder Salbe auch bei Hauterkrankungen/ Hautreaktionen
 
Verfütterbarkeit:

 
Schachtelhalmgewächse/ Gefäßsporenpflanze
 
 
Acker- Schachtelhalm / Zinnkraut (Schachtelhalmgewächse/ Gefäßsporenpflanze)
 
(div. Unterarten)

 

 
Ackerschachtelhalm- Sporentrieb
 

     

 

 

 

Der Acker-Schachtelhalm wächst an Wiesenrändern, Ackerrändern Bahndämmen und Wegen.

Der Ackerschachtelhalm bildet zwei verschiedene Arten von Trieben aus, sterile und fruchtbare Triebe.

Die einzelnen Sprossen sind 15-50 cm hoch, mit nadelähnlichen Blättern, die Fruchtbaren, braunen Triebe (Sporen) erscheinen im März-Mai, danach bildet sich die grünen Triebe in tannentaumähnlicher Form aus.

Die Blattscheiden sind brauch - schwarz gerändert, die grünen Triebe stehen quirlständig um den Stängel herum.

Wiesenschachtelhalm: Kieselsäure, Kalium, Flavanoide (Kämpferol (!) , Sterine,  Spuren von Alkaloiden (!)

Verfütterbarkeit: umstritten nicht in größeren Mengen und nicht täglich - und nur an "erfahrene" Tiere

Tierheilkunde: äußerliche Anwendung für Wundheilung; gilt für Pferde, Esel und Kühe im Rohzustand als unverträglich -  wird von Futtermittelherstellern jedoch auch als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.

Zur unterstützenden Therapie bei Gicht, rheumatischen Beschwerden, Ekzemen oder zur Förderung der Blutreinigung wird ein Aufguss aus Brennnessel und Ackerschachtelhalmkraut angewendet 

 


 

Sumpfschachtelhalm (Schachtelhalmgewächse/ Gefäßsporenpflanze)

 

 

 

Den Sumpf-Schachtelhalm findet man an Ufer- und Bachflächen, auf feuchten Wiesen und in Sümpfen. Er wird etwas größer, als der Ackerschachtelhalm und bildet, wie der Acker-Schachtelhalme schmale, nadelähnliche Laubblätter aus, die quirlständig um den Stängel herums stehen. die Blattscheiden sind weiß gerändert. Auf der Pflanze bildet sich oben ein Sporentrieb.

Inhaltsstoffe/ Sumpfschachtelhalm: sehr giftig, eine höhere Konzentration von Alkaloiden(!) (Palustrin, Palustridin) und Nikotin

Braune Stellen auf den Schachtelhalm weisen auf einen Pilzbefall hindeutet, der für das Alkaloid Equisetin (!) produziert.

Verfütterbarkeit frisch: kein Futter! 

Unterscheidung: Der Sumpfschachtelhalm bildet den Sporentriebe an der Spitze der Pflanze, ähnlich aussehend wie ein Weihnachtsstern oben auf dem Tannenbaum.

 


Farn(e)    (Gefäßsporenpflanzen)
 
 
 
Unterseite
 
 

 

Die verschiedenen Farnarten findet man (überwiegend ?) in Waldgebieten oder an Waldrändern.

Die großen gefiederten Laubblätter entstehen im Frühjahr und scheinen sich zu entrollen.

Heilwirkung: wird äußerlich angewendelt, für die Fütterung darum unerheblich,

Ausnahme: Wurmfarm in kleinen Mengen, gegen Wurmbefall (ersetzt aber keinen Tierarzt, eher vorsorglich eingesetzt)

Adlerfarn:  

Inhaltstoffe: Je nach Art in unterschiedlicher Konzentration sollen enthalten sein: Nerven- und Muskelgifte, genannt werden Filmaron, Filicin, Phloroglucin und ätherische Öle, Aspidinol, Filicin, Thiaminase (gelten als krebserregend)

Verfütterbarkeit von: -



    (Acker-) Spark / Spörgel  (Nelkengewächs) 

 

 

 

Der Acker-Spark ist eine kleine, leicht übersehbare Pflanze von cy 10 - 50 cm, die man oft auf Äckern mit loser Erde (z.B. Spargelfelder). Die Pflanze wirkt drüsig behaart, seltener  kahl. Die feinen Laubblätter sind linealisch, gegenständig, wirken scheinquirlig gebüschelt.

Die kleinen weißen Blüten haben 5 Blütenblätter, deren Klechblätter ca2,5 bis 4,5 mm lang sind, stumpf abgerundet Die weißen Klechblätter sind ein bisschen länger als die Kelchblätter.  

Aus den Blüten entwickeln sich kleine kugelig-linsenförmige Früchte.

Zerreibt man die Pflanze, verstömt sie einen Dillgeruch.

Blütezeit: von Juni bis September.

Verfütterbarkeit:   -


 

Portulak / gewöhnliches Tellerkraut      (Bedecktsamer)
 
 
 
 
 
Das Tellerkraut oder Winterportulak ist eine winterfeste Pflanze, man findet sie ganzjährig. Sie war früher mal ein vitaminreiches Wintergemüse und wird gerade wieder neu entdeckt und wie Feldsalat oder Spinat verwendet.
 
Winterportulak findet man besonders gut, auf Erdaufhäufigen und auch lockeren Böden.
Es ist eine saftige, fleischige kleine Pflanze, ca. 10 bis 30 cm groß wird.
Sie wächst in einer Rosettenform, die ersten Grund-Laubblatter sind rund bis einförmig, auf einem langen Stiel.
In der Mitte der Blätter bilden sich kleine weiße Blüten.
 
Inhaltsstoffe: Vitamin C und  verschiedene Mineralien
 
Verfütterbar:

   gewöhnliche Waldrebe / Clematis  (Hahnenfussgewächs) 

 

Frucht

Die Waldrebe ist eine Pflanze bei der man bis zum Sommer, nur die Blätter findet.

Die Pflanze rankt über andere Pflanzen oder an Rankgitter, wo sie gerne zur Begrünung gepflanzt wird.

Die gewöhnliche Waldrebe hat blütenmäßig weniger zu bieten, als die gezüchteten Gartenformen mit ihren teilweise sehr auffälligen Blüten.

Die Pflanzenteile sind in frischem Zustand giftig, getrocknet verliert sie die Giftigkeit. Die Waldrebe ist ist auch hautreizend.

Die Waldrebe sollte nicht innerlich angewendet werden, außer in homöopathischer Form, als Globuli.

Inhaltsstoffe: u.a. Campesterol, Kaffeesäure, Protoanemonin (!), Anemonin (!), Trimethylamin

Verfütterbarkeit:

Tiergiftig:
Rinder, Kühe, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen,Hamster, Landschildkröten und Vögel

Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Waldrebe/waldrebe.html

Vergiftungsymtome treten nur bei größere gefressenen Mengen auf.

Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Störungen des Nervensystems sowie Entzündungen der Mundschleimhäute.

Die Giftstoffe der Waldrebe reichern sich auch in der  Leber an.

 


Weinrebengewächse

wilder Wein / Jungfernrebe   (Weinrebengewächs

wilder Wein im Herbst, wunderschön bunte Blätter und kleine Beeren
 

 

Wilder Wein ist eine Kletterpflanze, die man oft an Häuserwänden, oder anderen Wänden oder Zäunen efeuähnlich kletternd findet, die aber auch schon mal auf Wiesen oder verwilderten Garten wuchern.

Wilder Wein bildet ab Juli unscheinbare grünlich-gelbe Blüten, aus denen sich im Herbst erbsengroße, blau-schwarze Beeren, also nicht wie beim echten Wein Weintrauben, entwickeln.

Die Laubblätter sind 3 - 5fach gefingert (ahornähnlich), haben lange Stiele färben sich im Herbst in verschiedene Rottönen.

Inhaltsstoffe: hoher Oxalsäuregehalt (gilt als giftig weil er Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden und verstärkte Harnausscheidung auslöst), daher keine Anfängerfutterpflanze und auch sonst nur in kleinen Mengen verfüttern.

Verfütterbarkeit:    -

 

Blütezeit: Juli - August

 


 

Weinrebe / Weintraube  (Weinrebengewächs) 

 

 

Die unterschiedlichen Weinreben-Arten wachsen als immer- oder sommergrüne, kletternde Pflanze mit Rankenäste.

An den Ranken sitzen wechselständig angeordnete gestielte Laubblatter, die Blattform ist teilweise einfach, oder typischer gelappt oder manchmal handförmig

Die Blüten bilden längliche rispenartige Blütenstände, mit Blüten die 5 Blütenblätter mit mit doppelter Blütenhülle haben.

Aus den Blüten entwicken sich die Früchte, die Weinbeeren oder Weintrauben.

Daran kann man die echten Weinreben gut von der Jungfer-Rebe/wilden Wein unterscheiden, die nur kleine Früchte ausbildet.

Blütezeit: Mai - Juni

Inhaltstoffe Blätter/ Weinlaub: Flavonoide (Quercetin, Isoquercetin, Kämpferol, Rutin) , Weinsäure, Apfelsäure, Anthocyanoside, Gerbstoffe, Kaffeesäurederivate und Mineralstoffe.
Heilkunde:

Blätter: als Tee bei Durchfall und Entzündungen in der Mundhöhle, oder äußerlich

Blüten:  als Tee bei leichten Lähmungserscheinungen

Inhaltsstoffe Beeren: u.a.  Mineralien, B-Vitamine, Vitamin C

Blätter:

Beeren: als Leckerchen hin und wieder - enthalten sehr viel Zucker


Orchideengewächse /Knabenkräuter

breitblättrige Stendelwurz  (Orchideengewächs) 

 

 

 

Die Breitblättrige Stendelwurz ist die am häufigsten vorkommende Orchideeeinart.

Man findet sie in Wäldern und an Waldrändern, wo sie ca 20-100 cm groß wird.

Unten am kahlen Stängel befinden sich ovale 4- 10 cm breiten Stängelblätter.

Der Stendelwurz beginnt Ende Mai auszutreiben, die Blüten sind weißrosa bis grünlich und haben den typischen Orchideenaufbau.

Nach der Blüte entwickeln sich Kapselfrüchte, mit Samen.

Im Boden findet man ein Rhizom. 

Blüte: Juli und Ende August

In Deutschland geschützte Art, in Sachsen sind die Bestände sogar „gefährdet“.

Inhaltsstoffe:  noch unbekannt - lt. Quellen offensichtlich auf Insekten narkotisierend

Lt. Tiergiftliste ist die ganze Pflanze schwach giftig, ohne die Inhaltsstoffe zu nennen
 

Verfütterbarkeit;


Kardengewächse

Kardengewächse sind Pflanzen mit köpfchenförmigen Blütenstand, davon sind viele blau-, lila- oder rosablühend, aber es gibt auch schlichtere Blüten.

Das sind z.B. die Karden, etwas diestelähnliche Pflanzen, die kahl oder behaart  sein können, je nach Art auch mit einer stacheligen Mittelrippe an der Blattunterseite. Die grünen bis weißen Blüten der Karden sind eiförmig bis zylindrisch Ähren, mit zwei Reihen Hüllblättern stechende Spreublätter am Köpfchenboden.

Die unteren Laubblätter sind um den Stängel herum miteinander verwachsenen und bilden so ein Regenwasserbecken, woraus sich der Name Pflanzenfamilienname im griechischen ableitet.

 

wilde Karde / Weberdistel  (Kardengewächs)

ungeöffneter Blütenstand

 

 

 

Standort: wärmere Gebieten, Überschwemmungsflächen an Ufern, Wegen, auf Weiden und in Ruinen sowohl in den Niederungen als auch im Hügelland 

Pflanze: krautig, bis zu 1,50 m hoch, die ganze Pflanze ist mit spitzen Dornen übersäht.
Stängel: stachtig
Laubblätter:
Grundblätter: kurzgestielt, Rosettenformig angeordnet
Stängelblätter: kreuzgegenständig, in der Basis paarweise zusammengewachsen, am Rand gekerbt
Blüte: 5 bis 8 cm eiförmig-längliche, walzenförmiger, köpchenformiger Blütenstand, stachelig, unterschiedlich langen, bogig aufsteigende Hüllblätter
Blütenstand ist ungeöffnet grün, in der Blüte blau, nach der Blüte bräunlich, vier violette röhrenförmig verwachsene Kronblätter

Frucht: vom Kelch gekrönt, häutige, einsamige Nüsse

Blütezeit:  Juli- August

Fruchtreife: September-  Oktober

Inhaltsstoffe: Glykoside, u.a. Scabiosid, Terpene, Kaffeesäureverbindunge, organische Säuren, Sapine

Die Wilde Karde enthält das Glykosid Scabiosid, Terpene, Kaffeesäureverbindungen, organische Säuren, Glucoside und Saponine.

Heilkunde:  Wurzel -  äußerlich bei Schrunden und Warzen, gegen Kopfschmerzen, gegen Leberbeschwerden, Magenkrankheiten, kleinen Wunden u.ä.,soll auch gegen Borreliose helfen, zur Stärkung der Verdauung und des Stoffwechsels, gegen rheumatische Erkrankungen helfen - antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend -

Verfütterbarkeit:


 
Kohl- Kratzdistel       (Korblütler)
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Kohlkratzdistel wird ca 30 - 150 cm groß, man findet sie oft an Bächen und auf Nasswiesen.
Die weichen Laubblätter stehen wechselständig, unten sind sie fiederpaltig, oben einfach fiederspaltig. Sie sind stachelig umrandet.
 
Die Blüte bildet sich endständig und ist von eiförmigen, weich dornigen, ungeteilten, gelb-grünen Hochblättern umgeben.
 
Blütezeit: Juni- September
Inhaltsstoffe: in der Wurzel Inulin, ansonsten Gerbstoffe, Alkaloide, ätherisches Öl, Fette, Flavonoide

 

Verfütterbarkeit:
keine wertvolle Futterpflanze, wird von Weidetieren eher verschmäht und ist auch zum Trocknen ungeeignet, da sie leicht zerbröselt.

Im Ost-Europäsichen Raum und in Japan eine Gemüsepflanze, die Blätter und die Wurzel werden gegart gegessen.


 



 

Erklärung Futterbalken:

noch keine Angaben über Inhaltsstoffe gesucht oder gefunden

  = unbedenklich, täglich verfütterbar, auch in größeren Mengen

  = unbedenklich, kann in größeren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttert werden
 = kann in kleineren- mittleren Mengen oder hin und wieder verfüttert werden, am besten in einem Gemisch mit anderen Pflanzen
= nur in kleineren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttern
  = (ein) bedenkliche(r) Inhaltsstoff(e) - in bestimmten Fällen ungünstig
= nicht unbedingt sammeln, aber wenn Pflanzenteile in die Futterpflanzenmischung kommen,müssen sie nicht entfernt werden                  

= diese Pflanze enthält (einen) Inhaltsstoff(e), die in welken Zustand entstehen und Magenprobleme, wie Aufgasungen auslösen können .


Daher nur frisch gepflückt verfüttern oder ganz durchtrocknen lassen

alt neu

 

=  kein   Futter

= davon sollte kein Pflanzenteil in der Futtermischung landen

= (meiner Meinung nach) sollte man diese Pflanzen nicht verfüttern und auch aus der Reichwerte von Kaninchen entfernen, bzw. die Kaninchen von dort fernhalten.

 

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