Hier unterteile ich in

und

(zum Springen bitte anklicken)


Loading


weitere Infos zu Gräsern, speziel zu Wiesen und Wieden auch unter : Infos zu Zeigerpflanzen und Qualität von Wiesen und unter Heu + Frischfutter allgemein



Süßgräser  (Bedecktsamer)

 

Süßgräser bilden die größte Pflanzenfamilie, gehören zu den häufigsten und wirtschaftlich wichtigsten Pflanzen und sind die auch noch gute Futterpflanzen.

Gerade für Pflanzenverfütterungs-Anfänger ist es eine gute Wahl, erstmal sehr viele Gräser zu sammeln.

Gräser findet man außerdem auch fast ganzjährig.

Es gibt viele Unterarten, die aber ein paar Erkennungsmerkmale haben, bzw. Unterscheidungsmerkmale zu den Sauergräser und Binsen (siehe unten weiter - Sauergräser) 

 

Unterscheidungsmerkmale  sind zum einen die schlanken Stängel, die Halme von Süßgräsern sind rund und hohl, die Grassamenstände stehen oben am Stängel.

Sie haben Knoten, (siehe Bild) das sind kleine, oft bräuchliche Verdickungungen. Über diesen Knoten liegen die Wachstumszonen.

Über den Knoten fehlen die faserigen Verstärkungselemente, so bleibt der Halm biegsam und die Pflanze kann auch wieder aufrichten, wenn sie plattgedrückt wurde.

 

 
Knoten

 

Einige Süßgrasarten wachsen gerade nach oben, andere Arten flach und bodennah.

Die Blätter der Süßgräsern wachsen wechselständig, und ab dem Knoten an und umschließen dort den Halm.

Bei den meisten Gräsern sind die Blätter an einer Seite offen, bildet dort die Blattscheide, seltener sind die Ränder verschlossen, brechen dann aber im oberen Bereich auf.

 
Bild links, oben - Blattknoten, unten Blattscheide          Bild rechts- Blattscheide verschlossen
 

Die "Blüten" der Süßgräser bestehen aus einer Vielzahl von Teilblüten in Form von festen Ähren oder locken Rispen und oder in traubiger Form.

 

Ein paar heimische Süßgrasarten, die auf Wiesen und auf Brachflächen zu finden sind, sind z.B. ...  

 


von links, 2 x Fuchsschwanz-bwz. Lieschgras, 2 x Knäulgras, 2 x Honiggras, 2 x  Windhalm
 
Lieschgras
 
 
 
Das Lieschgras und das Fuchsschwanz-Gras bilden eine ähnliche Ähren aus, deren Form dem Fuchsschwanz-Gras seinen Name
gegeben hat.
Die Lieschgräser haben kopfige bis zylindrisch-walzenförmige bis eiförmige Rispenähren, die beim Umbiegen oft lappig, seltener homogen sind.
Der Fuchsschwanz hat dichte, vielblütige, walzen- oder eiförmig Ähren.

 
weiches Honiggras: auf der Wiese und nochmal im Detail (rechts)
 
Honiggras, unterer Halm: Ahren sind noch im Halm         mittlerer Halm: Blattschneide bricht auf,                   obener  Halm: Ähre entfaltet sich
 
       Honiggras
 
   
Knäulgras
 
nochmal Knäulgras
Knäulgras findet man häufig auf Heuwiesen.
 

Rasenschmiele
 
Wiesenschwiele rechts im Größvergleich zum Lieschgrashalm (links)
 
 
quirlartige Anordung der Rispen um den Stängel
 
Inhaltsstoffe Süßgräser:
zu Quecke: Schleimstoffe, ätherisches Öl, und Saponine

Knäulgras: nährstoffreich

in den Wurzeln/ Rhizomen: Stärke, Saccharose und/oder Fruktane

Heilwirkung Süßgräser:
Wirkungsweise, speziell bei Kaninchen: Rohfaserreich, hilft gut beim Futterbreitransport im Magen
zu Quecke: sanft harntreibend - Blasenentzündung, Nierenerkrankungenn, Harnwegsentzündung


 
Ruchgras (Süßgras)
 
Das Ruchgras erkläre ich hier ein bisschen ausführlicher, weil es eines der Gräser ist, die eine Ausnahme in der Verfütterung bilden, da Ruchgras eine größere Menge von dem sekundären Pflanzeninhaltsstoff Cumarin enthält.

 

 
Ruchgras, div. Längen - Ruchgras-Ähren 
 
Grannen- Ruchgras-Ähre 
 
Verfütterbarkeit: nicht anwelken lassen
 

 

Lolch    (Süßgras)

 

Eine weitere Aussnahme unter dem Gräser, bezüglich der Verfütterbarkeit, ist das Traumellolch-Gras.

Lolch oder Weidelgras  ist eine Pflanzengattung der Familie der Süßgräser.

Lolium war in der Antike der Name für das Traumel-Lolch Gras.

Heute ist Lolium in der Pflanzenfamilie der Süßgräser eine Unterteilung der Rispengräser, zu der folgen Gräser gehören:

  • deutsches Weidelgras / ausdauernder Lolch
  • italienische Raygras / Welsches Weidelgras / vielblütiger Lolch
  • Lein-Lolch
  • Steif- Lolch
  • und der Traumel- Lolch

 

deutsches Weidelgras / ausdauernder Lolch     (Süßgras)

 

Das Deutsche Weidelgras ist ein sehr häufige Gras, es wird gerne für Weiden, Heuwiesen und Rasenflächen eingesetzt.

Es wächst in Horsten bis zu 70 cm Größe und treibt über kurze Ausläufer neue Pflanzen aus, die dann schnell einen deckenden Teppich = Rasen bilden.

Die dunkelgrün-glänzenden Laubblätter, sind 2-4 mm breit und bis zu20 cm lang.

Auf der Oberseite finden sich Längsriefen, die das Baltt rau machen, auf der Unterseite sind die Blätter glatt und mit einem deutlichen Kiel in der Mitte.

Die Ähren sitzen wechselständig am Stängel, daher ist der Stängel im der ca 30 cm langen Blüte/ Ähre der Stängel S-förmig geschlängelt.

 

 
Weidelgras- Halm mit Ähren
 

 
 

Die ganze Ähre wirkt flach und schlank.

Jede einzelne Ähre besteht aus zwei bis zehn Blüten, die bist zu 20 mm lang sind. Sie besitzen keine Grannen.

Das Weidelgras entwickelt sich sehr gut auf stickstoff- und phosphatreiche Böden. Es ist robust und verträgt Beweidung und häufigen Schnitt sehr gut.

Daher findet man es oft auf Weiden und Heuwiesen, die dann durch Düngung zu mehr und häufigeren Ertrag gebracht werden können.(siehe auch Seite Zeigerpflanzen)

Es wird meist in einer Mischung mit anderen Gräsern und auch mit Klee auf Wiesen ausgesäht und ist typischer Bestandteil von Rasenmischungen für Gärten und öffentliche Flächen.

 

Blütezeit: Mai - Herbst

Verfütterbarkeit:

Verwechselbarkeit mit dem folgenden Traumel-Lolch.

 
 

Traumel-Lolch/ Lolium (Süßgras)

(kein Bild- da sehr selten geworden und Bestimmung schwierig)

 

  Vorweg, der Traumel-Lolch ist in Deutschland sehr selten bis ausgestorben.

Taumel-Lolch ist ein einjähriges Gras, das büschelig oder mit einzelnen Halmen wächst.

Die  grünes bis bläulich-grünes Halme werden 20- 120 cm hoch eher aufrecht.

Die Laubblätter kahl, glatt und nur unterhalb der Ähre rau.

Sie sind unverzweigt oder an der Basis verzweigt, die untersten Knoten können wurzeln.

Die Blattscheiden sind glatt bis leicht rau und kahl, die Blattspreite ist ca  6 - 30 cm lang und 2 - 12) mm breit.

Anfangs sind sie zusammengerollt, später flach ausgebreitet.

Die Blüte/ Ähre ist 5 - 25 cm lang und ist geschlängelt bzw  S-förmige.

Die Ähren stehen wechselständig, beinhalten 4 - 15 Samen, ohne Granne, an den oberen Ähren haben eine lange Hüllspelze (Bitte im I-net suchen).

Blüte: Juni und Juli.

Weidelgras/ Traumellolch- Theorie:
Auf dem Bildern, die man im Internet vom Traumellolch-Gras findet, sehen dem Halmen von dem deutschen Weidelgras sehr ähnlich.
 
Beide Gräser scheinen einen ähnlichen Aufbau zu haben.
Wenn man die einzelnen Ähren wegdenkt, bzw. entnimmt, bleibt, wie schon vorher erwähnt, ein Stängel in S- Form (siehe auch Bild oben, bei Weidelgras).
 
Auf den Bildern, die man in I-net vom Traumel-Lolch findet, scheint es so, als wenn die Körner in den Ähren vom Traumel-Lolch eher denen vom Weizen ähneln, also viel dicker sind.
 
 
 
 
Weidelgras-Ähren
 
Hier habe ich mal eine Ähre zerteilt, das sind jeweils zwei Samen nebeneinander und mehrere übereinander und darunter sind zwei Blättchen.
Die Hüllspelzte, die die einzelen Ähren umgeben, sind beim Weidelgras kurz, beim Traumel-Lolch sind sie deutlich länger.
 
Verfütterbarkeit:
 
 

 
Hirse     (Süßgräser)

einzelne Hühnerhirse-Pflanze
 
Hühnerhirse- Körner / Samen

 
Hühnerhirse - einzelne Pflanze auf einer Brachfläche


 
                                      Borstenhirse 
 
 
 
 
 
Verfütterbarkeit:
Verwechselbarkeit: Hühnerhirse mit jungen Maispflanzen
 

 


Mais (Süßgräser)

   
 
Verfütterbarkeit Mais:
Blätter, Stängel und Blüte:   bitte berücksichtigen, das Maisfelder gespritzt sein können
Maiskolben:                        stärkehaltig und Dickmacher
 
 

 
 Getreide (Süßgräser)
 
 
 
Hafer  -   (Süßgräser)
 
Glatthafer
 
Hafergräser bilden keine Ähren, sie bilden ripsenförmige Fruchstände aus.
Der Halm ist hohl und rundlich. 
Die schmalen Blätter sind stängelumfassend, sie haben keine Blättöhren, die Blätthäutchen sind fransig und gezähnt, die Blätter sind an Ober- und Unterseite angeraut. Ausgereift/ erntereif sind die Haferkörner Ende August/ Anfang September.
 
Inhaltstoffe:

zu Glatthafer: Saponine (Bitterstoffe)

zu Hafer allgemein: Vitamin B1, Provitamin A, Vitamine B2, B6, Pantothensäure, Niacin, Biotin, Folsäure, Kieselsäure, Linolsäure, Mineralstoffe wie Calium, Magnesium, Spurenelemente. Von den Getreidearten hat Hafer den höchsten Mineralstoffgehalt

Heilkunde Haferflocken aus den Getreidekörner und grüner Hafer: gegen Magen/Darmverstimmungen, bei Konzentrationsstörungen,  Nervosität, Nervenleiden u.a.

Verfütterbarkeit: Frisch 

Haferflocken: als Leckerchen oder kurzfristig zum Päppeln

 
Auch unsere Getreidearten Roggen (Bild), Weizen, Hafer und Gerste (Bild re) sind Süßgräser und auch schon mal auf Brachflächen und Wiesenrändern zu finden.
Man muss auch beim Verfüttern nicht warten, bis die Getreidekörner gereift sind,; die Körner sind ziemlich Stärkereich und für einige Tierarten nicht so gut verdaulich, im "Jungzustand" sind sie leichter verdaulich.
 
Getreide wächst aber schnell und ist leicht zu Hause auszusähen und mit guten Erfolgen zu "ernten".
Auch das in Zoogeschäften angebotene "Katzengras" oder "Nagergras" wird aus diesen Getreidekörner gezogen.
 
Der Stängel von Süßgräser ist immer rund, hohl und bestitzt Knoten (Verdickungen), die Blattscheiden (Stelle wo "sich das Blatt von Stängel löst") ist meistens offen.

 
Verfütterbarkeit:
Pflanzen nicht einfach so vom Acker pfücken, dafür ist es nicht vorgesehen, oder erst den Bauer fragen.
Junge Pflanzen (ohne Ähren) sind teilweise leichter verdaulich für Kaninchen, Hamster lieben die Körner, aber mal sollte auch daraus schauen, möglichst Körner aus Pflanzen anzubieten, die in dem Ursprungsland des Tieres auch vorhanden sind.
 
 


 
Süßgräser zusammengefasst: 


Inhaltsstoffe Süßgräser:
zu Quecke: Schleimstoffe, ätherisches Öl, und Saponine

Knäulgras: nährstoffreich

in den Wurzeln/ Rhizomen: Stärke, Saccharose und/oder Fruktane

Heilwirkung Süßgräser:
Wirkungsweise, speziell bei Kaninchen: Rohfaserreich, hilft gut beim Futterbreitransport im Magen
zu Quecke: sanft harntreibend - Blasenentzündung, Nierenerkrankungenn, Harnwegsentzündung

Süßgräser allgemein verfütterbar: 
Ausnahme: Ruchgras nur kleine Mengen : (Cumarin) und Traumel-Lolch

 


 

Sauergras (-gewächse) Binsen -(gewächse)

Sauergräser

 


Sauergräser haben massive Stängel, manchmal dreieckige Stängel, die; rund oder dreieckig,  nicht hohl sind

Binsen haben einen runden, hohlen Stängel.

Sauergräser und Binsen haben keine knotige Verdickungen, wie man sie bei den Süßgräsern findet. .

 
Hain-Simse
 
 
dreieckige Stängelform
 
 
 
Hänge-Segge
 

Standort: Feuchtwiesen, aber auch einige Arten auch trockeneren Boden

Sauergräser sind keine guten Futterpflanzen, zu den Inhaltsstoffen werden Kieselsäure und Bitterstoffe erwähnt, die Bitterstoffe dienen in diesem Fall als Frasshemmer.

Als Abwechslung und in kleinen Mengen in einer Mischung mit anderen Wildkräutern sind Sauergräser bei einen Tieren aber ganz beliebt.

Verfütterbarkeit: 

 


 Erklärung der Verfütterungs-Empfehlungs-Balken:


= erhalten Pflanzen, deren Inhaltsstoffe ich noch nicht kenne

 

 

  = unbedenklich, täglich verfütterbar, auch in größeren Mengen

  = unbedenklich, kann in größeren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttert werden
  = nur in kleineren Mengen verfüttern
= nur in kleineren Mengen in einer Mischung mit anderen Pflanzen verfüttern
  = (ein) bedenkliche(r) Inhaltsstoff(e) - in bestimmten Fällen ungünstig

 

 

 


                    

= nicht unbedingt sammeln, aber wenn Pflanzenteile in die Futterpflanzenmischung kommen,müssen sie nicht entfernt werden     


          = diese Pflanze enthält (einen) Inhaltsstoff(e), die in welken Zustand entstehen und Magenprobleme, wie Aufgasungen auslösen können  

daher nur frisch gepflückt verfüttern oder ganz durchtrocknen lassen

bei der Pflanzenüberschrift

 

= kein Futter

= davon sollte kein Pflanzenteil in der Futtermischung landen

= (meiner Meinung nach) sollte man diese Pflanzen nicht verfüttern und auch  aus der  Reichwerte von Kaninchen entfernen, bzw. die Kaninchen von dort fernhalten.

 


 

 

 

 

 

Nach oben