Einleitung

Es gibt einige Haustiere, die man gut mit Futter von der Wiese bzw. Wildkräutern bzw. Pflanzen aus dem Garten (Kräuter, Gras, Blüten, Zweige) ernähren kann. Bei Kaninchen habe ich selber über Jahre reichlich Erfahrung sammeln können. Wenn man die Möglichkeit dazu hat, kann man sie fast ganzjährig nur mit Wiesenfutter versorgen und braucht zusätzlich nur Heu.

Anfangs waren diese Seiten nur für die Fütterung von Kaninchen gedacht. Da auch andere Haustiere mit Futter von der Wiese ernährt werden können, suche ich mittlerweile auch nach Informationen für andere Tierarten.

Wiese alleine reicht für z. B. Hamster nicht aus, da sie zusätzlich tierisches Eiweiss benötigen und mehr an Sämerein.

Für die richtige Fütterung des eigenen Tieres sollte sich jeder Tierhalter die entsprechenden Internetseiten suchen und sich informieren.

Für allgemeine Fütterungsempfehlungen gibt es mittlerweile einige gute Seiten und auch Tierschutzforen, die gerne  informieren und auch helfen.

Hier einige gute Seiten "Linkliste" zu verschiedenen Themen.

 


 


Man kann Frischfutter allgemein in Form von frischem Gemüse, Kräutern und je nach Tierart evtl. Obst im Geschäft kaufen.

Weiter Möglichkeiten sind, das Frischfutter

  • im eigenen Garten zu ziehen
  • eine Frischfutterwiese im Garten anzulegen
  • auf Wiesen und anderen Flächen Gräser und Wildkräuter zu sammeln

Alle diese Möglichkeiten sind eine Bereicherung des Futterplans

Möglich ist natürlich auch eine Kombination von gekauften oder selbstgezogenem Gemüse kombiniert mit Zweigen und Kräutern aus dem Garten und gesammelten Wiesengras und Kräutern.

Mögliche Frischfutter-Mischung aus gekauften Kräutern (in diesem Fall Dill), Futter von der Wiese (Kamille, Miere, Klee, Spitzwegerich und Löwenzahn) und selbstaufgezogenen Samen.
 
Napf für Kaninchen mit überwiegend Blüten
 
Vorräte für Kaninchen
 
Essbare Blüten im "Hamsterarium" (Umgebautes Aquarium)


Grundsätzlich sollte man Tiere immer sehr langsam an neues Futter gewöhnen.

D.h. man gibt anfänglich nur kleine Mengen, die man dann mengenmäßig steigert und gibt nicht zu viele neue Sorten gleichzeitig, sondern immer nur eine oder wenige neue Sorten und wenn sie vertragen werden, kann man mit weiteren Sorten das Nahrungsangebot nach und nach erweitern.

 

Ziel sollte es dann sein, eine abwechslungsreiche, naturnahe Auswahl an Futter in einer Menge anbieten zu können, dass sich die Tiere ihr Futter selber auswählen müssen.

Futter sortiert und abgezählt anzubieten, war gestern.

 


 


Einleitung speziell auf die Pflanzen von der Wiese

Es gibt ein paar Pflanzen, die man (meiner Meinung nach) ganz aus dem Futterplan lassen sollte und auch aus dem Kaninchen bzw. Meerschweinchen zugänglichen Bereichen entfernen sollte, weil ihre Inhaltsstoffe auch in kleinen Mengen schädlich sein können.

Diese Pflanzen habe ich auf den folgenden Seiten mit  + gekennzeichnet.

Andere Pflanzen sollten sie aufgrund der Inhaltsstoffe nur in kleinen Mengen bekommen, andere Pflanzen kann man häufiger oder sogar in größeren Mengen geben.

 

Es scheint erfahrene Kaninchen zu geben, die sich nach diesen Kriterien ziemlich sicher ihr Futter zusammen stellen können.

Ich denke, dass das bei anderen pflanzenfressenden Tierarten auch ähnlich sein wird.

Diese Tiere scheinen die Pflanzen nach ihren Inhaltsstoffen passend auszusuchen; passend z.B. wenn vom Bauch her Unwohlsein auftritt, wenn bestimmte Beschwerden auftreten oder vorbeugend die Kräuter gewählt werden, die eine Verbesserung bringen. Es gibt Pflanzen, die z.B. Antibiotische Stoffe enthalten, die werden im Krankheitsfall auch häufig bevorzugt fressen, andere wirken appetitanregend, harntreibend ... mehr dazu auf der Seite Infos zu Inhaltsstoffen.

Die Natur ist eigentlich eine Apotheke

Und Tiere scheinen es zu wissen, oder lernen zu können, was ihnen hilft, als wenn wir Menschen bei Bauchweh ein paar Tropfen von einem Medikament nehmen, bei Kopfweh eine Schmerztablette und bei Husten einen Saft.  (mit Spitzwegerich ... *grins*)

 

Ich selber habe bei meinen Kaninchen bemerkt, dass sie bestimmte Pflanzen lieber fressen, als andere und dass sich das aber auch schon mal ändert.

 

Meine Erfahrung ist, das  selten (Haus)-Tiere, (zumindest unter den Pflanzenfressern)  alles Futter, das Mensch ihnen hinlegt, komplett auffressen, auch wenn unbekannte Sachen dabei sind.

Sollte das der Fall sein, muss man sehr vorsichtig an die Wiesenverfütterung gehen.

Meine eigenen Erfahrungen waren, dass einige Kaninchen auch z.B. Schokolade und Aloe fressen wollen.

Tiere, die aus Notfällen und/oder aus schlechter Haltung können, haben z.B. auch gehungert und so gelernt, dass Futter nicht immer zur Verfügung steht.

Sie fressen dann, was da ist, bevor sie garnicht gekommen und dann weiter Hunger schieben.

Das macht mich traurig, noch trauriger, wenn ich beobachten könnte, dass selbst Tiere, die von Menschen kamen, die ihre Tiere umsorgten und deren Futter sehr genau aussuchten und einteilten, so "wahllos" fressen, wenn man ihnen viel Futter hinlegen.

Das Einteilen von Futter kann auch eine Art von Hungern sein.

Erfahrungsgemäß dauert es eine Weile, bis Tiere ihr Futter gezielt ausgewählen und das Tier dann auch "lernt", was gut ist.

So viele Tiere hatte ich natürlich bisher nicht, auch nicht alles an Tierarten, aber es waren schon eine Menge.

Und von denen wurde jedes nach einer Weile wählerisch, was das Futter angeht.

Und genau das ist es, was ich erreichen möchte.

Dem Kaninchen, das z.B. die Schokolade und die Aloe fressen wollte (oder vielleicht auch nur probeweise mal anfressen wollte) habe ich nach 4 Jahren Wiesenfütterung mal wieder etwas Schokolade angeboten.

Es schnupperte, lief angeeckelt weg und schlug mit den Hinterpfoten.    *lach*     Wer Kaninchensprache versteht, weiß, was ich meine.  


 

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